Facebook löscht Hunderte Accounts im Kampf gegen Fake News

Menlo Park/London (APA/Reuters) - Der wegen Manipulationsvorwürfen und Datenschutzverstößen massiv unter Druck geratene Internetkonzern Facebook versucht den Befreiungsschlag: Künftig werden alle Accounts gelöscht, die von manipulierenden Organisationen kontrolliert werden, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Dienstag. So seien bereits "Hunderte" mit einer russischen "Trollfabrik" verbundene Accounts stillgelegt worden.

Diese "Trollfabrik" steht nach Erkenntnissen der US-Justiz hinter der berüchtigten Kampagne zur Beeinflussung der amerikanischen Präsidentenwahl im Jahr 2016. Zuckerberg sagte, dass viele der gelöschten Accounts und Seiten auf die im russischen St. Petersburg beheimatete Internet Research Agency zurückzuführen seien. Diese habe "wiederholt versucht, Menschen auf aller Welt zu täuschen und zu manipulieren, und wir wollen sie nicht mehr auf Facebook haben".

Zuckerberg berichtete auch, dass sich das US-Unternehmen dem neuen schärferen EU-Datenschutzrecht fügen wolle. Man habe "die meisten Datenschutzvorkehrungen", die von der EU verlangt werden, umgesetzt. Zugleich lehnte er es ab, den EU-Standard komplett für Facebook zu übernehmen. Allerdings werde man sich bei den geplanten globalen Anpassungen der Datenschutzregeln vom "Geist" der EU-Vorschriften leiten lassen.

Zuckerbergs Äußerungen lassen darauf schließen, dass US-Nutzer des sozialen Netzwerks künftig schlechter gestellt sein könnten als Nutzer in der Europäischen Union. Der Umgang Facebooks mit den Informationen seiner mehr als zwei Milliarden Nutzer steht insbesondere seit dem Datenskandal um die britische Analysefirma Cambridge Analytica in der Kritik. Cambridge Analytica soll Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern auf mutmaßlich unlautere Art eingesetzt haben, um den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump zu unterstützen.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung tritt im Mai in Kraft. Ziel ist es, personenbezogene Daten besser zu schützen und die Verarbeitung der Daten durch Firmen einheitlicher zu gestalten. Sollten Unternehmen gegen die Auflagen verstoßen, drohen ihnen Strafzahlungen von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent ihres weltweiten Umsatzes. Apple und einige andere Technologiefirmen haben bereits angekündigt, sie wollten auch ihren Kunden in den USA und in anderen Regionen den gleichen Datenschutz gewähren wie den Europäern.

Berlin (APA/Reuters) - Die deutschen Bundesländer verlangen von der Industrie und der Regierung in Berlin die Nachrüstung von älteren Dieseln im Kampf gegen Luftverschmutzung und Fahrverbote voranzutreiben. In einem Entschließungsantrag forderte der Bundesrat am Freitag die Regierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Hersteller für eine Nachrüstung mit Katalysatoren in die Verantwortung genommen werden.
 

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Deutsche Bundesländer drängen auf Diesel-Nachrüstung

Wien (APA) - Die österreichischen Pensionskassen haben zum Ende des dritten Quartals einen negativen Veranlagungsertrag erzielt: Die Performance lag durchschnittlich bei minus 0,91 Prozent, teilte der Fachverband der Pensionskassen am Freitag mit. Das sei trotz ungünstiger Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung gegenüber dem zweiten Quartal, in dem die Performance bei minus 1,2 Prozent lag.
 

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Pensionskassen: Performance im 3. Quartal im Minus

Wien (APA) - Das Umweltministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP) steht derzeit bei einigen Themen in der Kritik von Oppositionsparteien und von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Beispielsweise geht es - neben der Aufregung rund um eine geplante UVP-Änderung - um den Standpunkt des Umweltministeriums zum Standortentwicklungsgesetz, das derzeit überarbeitet wird.
 

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Standortgesetz - NGO üben weiter Kritik an Umweltministerium