Facebook lässt wieder gezielte Anzeigen für Berufsgruppen zu

Menlo Park (APA/dpa) - Rund eine Woche nach dem Eklat um die Möglichkeit, bei Facebook Anzeigen gezielt an Antisemiten zu richten, schaltet das weltgrößte Online-Netzwerk wieder vorsichtig gezielte Werbung für einzelne Berufsgruppen frei. Die Funktion war vergangene Woche abgestellt worden, nachdem herauskam, dass einige Nutzer dort Begriffe wie "Judenhasser" eingetragen hatten.

Werbekunden wurden diese Kategorien dann als Zielgruppen für Anzeigen vorgeschlagen. Nun wurden zunächst rund 5.000 häufige Berufsbezeichnungen - etwa Krankenschwester oder Lehrer - wieder für gezielte Werbung freigegeben, wie Facebook-Managerin Sheryl Sandberg am späten Mittwoch mitteilte. Sie sei angewidert und enttäuscht angesichts der Situation: "Angewidert von diesen Ansichten und enttäuscht darüber, dass unsere Systeme das zugelassen haben". Facebook habe nicht vorhergesehen, dass die Funktion auf diese Weise ausgenutzt werden könne - und den Missbrauch auch nicht bemerkt.

Facebook war von der Website "ProPublica" darauf aufmerksam gemacht worden. Das Online-Netzwerk werde verstärkt Menschen zusätzlich zu automatisierten Systemen einsetzen, um einen Missbrauch der Werbeplattform zu verhindern, schrieb Sandberg.

Brüssel (APA) - Bei der Finanztransaktionssteuer gibt es am Rande von Eurogruppe und EU-Finanzministerrat nächste Woche kein Treffen der zehn für eine solche Steuer willigen Länder. Auch die Frage der Vorsitzführung - bisher war der frühere österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) an der Spitze der zehn EU- und Eurostaaten - wird erst bei der nächsten Runde entschieden, hieß es in EU-Ratskreisen.
 

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Finanztransaktionssteuer: Kein Treffen der 10er Gruppe nächste Woche

Washington (APA/Reuters) - Der Wohnbau in den USA hat zum Jahresende einen überraschenden Dämpfer erhalten. Im Dezember sank die Zahl der begonnenen Neubauten um 8,2 Prozent auf eine Jahresrate von 1,19 Millionen und damit so stark wie seit gut einem Jahr nicht mehr, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit gut 1,27 Millionen gerechnet.
 

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US-Wohnungsbau auf 10-Jahres-Hoch - Dämpfer zum Jahresende

Brüssel (APA) - Die Hauspreise in Österreich sind im dritten Quartal des Vorjahres gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 4,9 Prozent gestiegen. Wie aus Daten von Eurostat vom Mittwoch hervorgeht, erhöhten sich die Hauspreise, gemessen am Hauspreisindex (HPI), in der EU in diesem Zeitraum um 4,6 Prozent. Die Eurozone kam auf ein Plus von 4,1 Prozent.
 

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Hauspreise stiegen im 3. Quartal 2017 in Österreich um 4,9 Prozent