Facebook gibt Nutzern nach Datenskandal mehr Kontrolle

Menlo Park/Bangalore (APA/dpa/Reuters) - Knapp zwei Monate vor dem Start der EU-Datenschutzverordnung und mitten in den Wirren des Datenskandals macht es Facebook für Nutzer einfacher, ihre Daten einzusehen und zu löschen. Außerdem wird es künftig möglich sein, sämtliche Daten und bei Facebook hochgeladene Inhalte in Formaten herunterzuladen, mit denen sie zu einem anderen Dienst verlagert werden können.

Das gehört zu den Anforderungen der europäischen Grundverordnung, die am 25. Mai in Kraft tritt. Die Neuerungen greifen aber weltweit. Insgesamt soll es leichter werden, bisher oft verstreute Datenschutz-Einstellungen an einem Ort zu finden. Das weltgrößte soziale Netzwerk versprach zudem, seine Nutzungsbedingungen und Datenschutz-Einstellungen zu aktualisieren, um klarer darzustellen, welche Informationen gesammelt und wie diese dann eingesetzt werden.

Die Änderungen waren zur Anpassung an die neuen europäischen Regeln seit Monaten in Arbeit. Das Online-Netzwerk ging bei der Ankündigung am Mittwoch aber auch auf den aktuellen Datenschutz-Skandal um den Missbrauch von Nutzer-Informationen durch die britische Analyse-Firma Cambridge Analytica ein. "Die vergangene Woche hat uns gezeigt, wie viel mehr wir noch daran arbeiten müssen, unsere Regeln durchzusetzen und den Menschen zu helfen, zu verstehen, wie Facebook funktioniert und welche Optionen sie im Umgang mit ihren Daten haben", schrieb die zuständige Facebook-Managerin Erin Egan.

Mitte März war bekanntgeworden, dass Cambridge Analytics Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern auf mutmaßlich unlautere Art eingesetzt hatte, um den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump zu unterstützen. Seither hat Facebook an der Börse fast 100 Milliarden Dollar (80,80 Mrd. Euro) an Marktwert eingebüßt. Die bisher erfolgsverwöhnten Facebook-Anleger fürchten eine strengere Regulierung des Geschäfts.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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