FACC will vorläufigen Umsatzausfall von 34 Mio. Euro nicht aufgeben

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC will jene fehlenden 34 Mio. Euro, die das Unternehmen Anfang Mai zu einer Gewinnwarnung zwangen, nicht aufgeben. "Es ist zu viel Geld, um es in den Wind zu schreiben", sagte Konzernchef Walter Stephan am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz. "Wir hoffen, zur Hauptversammlung mehr sagen zu können", so Stephan. Sicher sei das aber nicht.

Die Verhandlungen mit den beiden betroffenen - nicht genannten - Kunden seien am Laufen. "Mehr können wir derzeit nicht sagen", erklärte der FACC-Chef auf Journalistenfragen. Ob die Forderungen zu Gänze einbringlich seien, wollte er nicht kommentieren. Bei den 34 Mio. Euro handle es sich um Entwicklungsleistungen, so Stephan. Wer die Kunden sind, mit denen über Preisanpassungen gefeilscht wird, wollte das börsennotierte Unternehmen nicht verraten. FACC macht den Großteil seines Umsatzes mit Boeing und Airbus.

"Wir liefern heute Bauteile, wo wir keine kommerzielle Einigung haben", sagte Stephan. Das sei in den Verträgen abgedeckt und in der Luftfahrtindustrie kein Sonderfall. Das sichere den Flugzeugherstellern Bauteile, auch wenn noch zu Auseinandersetzungen kommt. Darüber, ob FACC die 34 Mio. Euro auch einklagen würde, wollte er keine konkrete Aussage machen. Die Kunden "verschärft anzugehen", so Stephan, "ist nicht unsere Absicht". Das Problem: "Wir haben nur ganz wenige Kunden". Man sei aber sicher, dass die Forderungen gerechtfertigt sind.

Die Unsicherheiten seien auch der Grund, warum FACC keinen konkreten Ausblick mehr gibt. Dieser sei von den Verhandlungen abhängig. Der vorläufige Umsatzausfall im Geschäftsjahr 2014/15 hat auch auf das operative Ergebnis durchgeschlagen. Statt den vor der Gewinnwarnung angepeilten 30 Mio. Euro operativen Gewinn schrieb FACC im abgelaufenen Geschäftsjahr einen operativen Verlust (Ebit) von 4,5 Mio. Euro. Unterm Strich nach Steuern steht sogar ein Minus von 9,6 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 28,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013/14.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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