EZB berät in Wien über Leitzinsen und Firmenanleihen

Die Ratsmitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) kommen am Donnerstagvormittag zu ihrer geldpolitischen Sitzung in Wien zusammen. Erwartet wird, dass die Währungshüter den Leitzins für die Geldversorgung der Geschäftsbanken, der seit März auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegt, nicht antasten.

Investoren an der Börse wollen nach Bekanntgabe des Zinsbeschlusses von EZB-Präsident Mario Draghi unter anderem wissen, ab wann die Euro-Wächter beginnen, auch Firmenanleihen zu kaufen. Experten gehen insgesamt nicht davon aus, dass die Notenbank an ihrer ultra-lockeren Geldpolitik rütteln wird.

Auf der Pressekonferenz am Nachmittag in der Wiener Hofburg sollen auch neue Inflations- und Wachstumsprognosen der Zentralbank vorgestellt werden. Einige Experten rechnen damit, dass der Inflationsausblick wegen des zuletzt wieder gestiegenen Ölpreises etwas angehoben wird. Das Ziel einer Inflation von knapp zwei Prozent - für die EZB der Idealwert für die Wirtschaft - liegt dennoch in weiter Ferne. Im Mai waren die Verbraucherpreise in der Währungsgemeinschaft um 0,1 Prozent gesunken.

Zuletzt im März senkte die Notenbank ihre Inflationsprognose für dieses Jahr drastisch auf 0,1 Prozent (bisher 1,0 Prozent). Für 2017 sagen die Währungshüter einen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,3 Prozent (bisher: 1,6 Prozent) voraus. Erstmals gaben die Währungshüter auch eine Prognose für 2018 ab: Sie rechnen mit einer Teuerung von 1,6 Prozent. Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent an.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten