EZB-Vizepräsident fordert stärkere Überwachung von Schattenbanken

EZB-Vizepräsident Vitor Constancio macht sich für eine stärkere Durchleuchtung des Schattenbankensektors stark. Seit 2009 hätten Schattenbanken ihre Geschäftsanteile im Finanzsektor von 33 auf 37 Prozent gesteigert, sagte Constancio am Freitag in der litauischen Hauptstadt Vilnius laut Redetext.

Ein nur auf Banken ausgerichtetes Rahmenwerk für die Überwachung des Finanzsektors sei daher "auf einem Auge blind". Der den politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung stehende Werkzeugkasten zur Kontrolle des Finanzsektors müsse daher erweitert werden. Die Entwicklung entsprechender Werkzeuge sei daher "eine wirkliche Notwendigkeit für entwickelte Volkswirtschaften", sagte der Vizechef der Europäischen Zentralbank (EZB).

Regulatoren müssen nach Ansicht von Constancio ein klareres Bild gewinnen können, wie stark einzelne Akteure im Schattenbankensektor und das ganze System gegen Schocks gefeit sind. "In diesem Zusammenhang würde ich es unterstützen, dass gezielte Stresstests von den Regulatoren selbst entwickelt werden", sagte der Notenbanker. Diese könnten ein Licht werfen, wie stark Schattenbanken in der Lage sind, mit Verlusten umzugehen. Zum Schattenbanken-Sektor werden unter anderem Hedge- und Geldmarktfonds, spezielle Börsenhändler sowie weitere Investment-Vehikel gezählt. Anders als Banken sind sie nicht reguliert und sitzen oft in exotischen Finanzzentren und Steuerparadiesen.

London (APA/Reuters) - Sechs Monate vor dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens ist die erwartete massenhafte Verlagerung von Jobs in der Finanzbranche bisher ausgeblieben. Lediglich 630 Arbeitsplätze seien in andere Länder verschoben worden, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Umfrage hervor.
 

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Brexit - Britische Finanzbranche verlagerte bisher nur 630 Jobs

Wiesbaden (APA/dpa/Reuters) - Die gute Konjunktur hat die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 um 46,5 Milliarden Euro sinken lassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte waren Ende Juni mit rund 1,93 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf der Basis vorläufiger Erhebungen mitteilte.
 

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Deutschlands Schuldenberg verringerte sich um über 46 Milliarden Euro

Mailand (APA) - Die Bank Austria-Mutter UniCredit reagiert mit einem "No comment" auf Mediengerüchte über eine angeblich 2019 geplante große Fusion mit einem englischen oder niederländischen Geldhaus. Die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" spekulierte am Mittwoch über Akquisitionspläne des UniCredit-Vorstandschefs Jean-Pierre Mustier im kommenden Jahr.
 

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UniCredit: No Comment zu Gerüchten über Fusionspläne 2019