EZB-Vize Constancio sieht Ansteckungsgefahr durch Italien

Frankfurt (APA/dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) ist mit Blick auf die jüngste Entwicklung in Italien beunruhigt. Eine Ansteckungsgefahr durch Italien für andere Länder der Eurozone sei "noch nicht ganz vom Tisch", sagte EZB-Vizepräsident Vitor Constancio am Donnerstag.

Dies gelte insbesondere dann, falls der starke Anstieg der Renditen italienischer Staatsanleihen weiter gehe. Bisher gebe es jedoch wenige Anzeichen für eine derartige Gefahr.

Der starke Anstieg der italienischen Renditen ist laut Constancio ein Grund zur Sorge. Die Regierungsbildung in Italien hat die Kurse italienischer Staatsanleihen seit Mitte Mai stark unter Druck gebracht und die Kapitalmarktzinsen steigen lassen. Sollte sich der Trend fortsetzen, würden neue Kredite für das ohnehin hoch verschuldete Land immer teurer werden. Eine verhängnisvolle Spirale könnte in Gang gesetzt werden, die zum Beispiel Griechenland Anfang des Jahrzehnts an den Rand des Abgrundes getrieben hatte.

Das Regierungsprogramm der designierten italienischen Regierung sieht trotz einer hohen Verschuldung Ausgabensteigerungen und Steuersenkungen vor. Italien solle sich an die europäischen Haushaltsregeln halten, forderte Constancio. Es sei im eigenen Interesse der Italiener dies zu tun. Dies zeige die Reaktion der Finanzmärkte. Man müsse jetzt abwarten, welche Politik in Italien tatsächlich umgesetzt werde und was dies für den Haushalt bedeute.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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