EZB-Vize fordert mehr Aufsicht über Finanzfirmen

Brüssel - EZB-Vizepräsident Vitor Constancio fordert eine stärkere Überwachung von wichtigen Finanzmarktteilnehmern außerhalb der Bankenbranche. "Wir müssen die Risiken von diesen systemischen Mitspielern senken", sagte Constancio am Montag in einer Konferenz in Brüssel. Die Widerstandsfähigkeit solcher Firmen müsse gestärkt werden.

Zuletzt stand in diesem Zusammenhang insbesondere der Schattenbanken-Sektor in der Diskussion, zu dem etwa Hedgefonds, Geldmarktfonds, spezielle Börsenhändler und Investment-Vehikel zählen.

Zu den Instrumenten, um diese Finanzfirmen stärker zu regulieren, gehören laut Constancio zusätzliche Liquiditätsanforderungen und Stresstests. Da die Aufseher in den vergangenen Jahren den Banken immer schärfer auf die Finger geschaut haben, wanderten zuletzt mehr und mehr Investments weg von den klassischen Geldinstituten in diesen Bereich. Im Finanzstabilitätsrat (FSB), der im Auftrag der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) agiert, wird daran gearbeitet, die systemrelevanten Firmen in dem Sektor zu identifizieren. Zuletzt sind auch Vermögensverwalter stärker in den Blick der Regulierer gerückt.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs