EZB-Umfrage: Experten erwarten leicht höhere Inflation

Wegen der allmählichen Konjunkturerholung im Euroraum und der lockeren Geldpolitik der EZB haben Ökonomen ihre Inflationserwartungen leicht nach oben korrigiert. Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragten Experten rechnen nun im laufenden Jahr mit einer Teuerungsrate von 0,2 Prozent, wie die Notenbank am Freitag in Frankfurt berichtete.

Im April hatten sie noch einen minimalen Preisanstieg von 0,1 Prozent vorhergesagt.

2016 wird Teuerung demnach auf 1,3 (1,2) Prozent anziehen, 2017 auf 1,6 (1,6) Prozent. Damit würde sich der Preisauftrieb allmählich der Zielmarke der EZB annähern, die eine Rate von knapp 2 Prozent anstrebt.

Hingegen änderten die Experten ihre Wachstumsprognosen gegenüber der letzten Befragung vor drei Monaten kaum. Getragen vom billigen Öl und der EZB-Geldschwemme wird die Wirtschaftsleistung im Euroraum demnach 2015 um 1,4 (bisher: 1,4) Prozent wachsen, nach 0,9 Prozent im Vorjahr. 2016 erwarten die Experten ein Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 (bisher: 1,7) Prozent, 2017 unverändert von 1,8 Prozent.

Nach Überzeugung der Befragten wird das umfangreiche Anleihen-Kaufprogramm der EZB den Euro schwächen und so für zusätzliche Nachfrage sorgen. Zudem dürften die niedrigen Zinsen den Konsum und die Investitionsbereitschaft befeuern.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro