EZB-Treffen im Zeichen der Kritik aus Deutschland

Die Geldschwemme für das Bankensystem und die massive Kritik aus Deutschland am Notenbank-Kurs dürften bei der Ratssitzung der EZB heute (Donnerstag) im Blickpunkt stehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss im März ein umfassendes Maßnahmen-Bündel zur erneuten Lockerung ihrer Geldpolitik.

Unter anderem wurde das in Deutschland umstrittene Anleihen-Kaufprogramm auf 1,74 Bill. Euro erweitert und soll künftig auch Firmenbonds umfassen. Finanzmarktinvestoren wollen von EZB-Präsident Mario Draghi nun unter anderem wissen, wie der Kauf von Unternehmensanleihen gestaltet werden soll.

Am Leitzins, der seit März bei 0,0 Prozent liegt, werden die Währungshüter auf der Ratssitzung wohl nicht weiter rütteln. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag dürfte Draghi Experten zufolge auf die scharfe Kritik aus Deutschland an der Niedrigzinspolitik angesprochen werden. Finanzminister Wolfgang Schäuble äußerte zuletzt sogar die Sorge, der Kurs der EZB könne hierzulande euro-skeptische Bestrebungen nähren. Banken beklagen seit längerem, dass ihnen im klassischen Zinsgeschäft Erträge wegbrechen. Außerdem warnen Branchenvertreter vor Belastungen für die private Altersvorsorge.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden