EZB-Treffen im Zeichen der Kritik aus Deutschland

Die Geldschwemme für das Bankensystem und die massive Kritik aus Deutschland am Notenbank-Kurs dürften bei der Ratssitzung der EZB heute (Donnerstag) im Blickpunkt stehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss im März ein umfassendes Maßnahmen-Bündel zur erneuten Lockerung ihrer Geldpolitik.

Unter anderem wurde das in Deutschland umstrittene Anleihen-Kaufprogramm auf 1,74 Bill. Euro erweitert und soll künftig auch Firmenbonds umfassen. Finanzmarktinvestoren wollen von EZB-Präsident Mario Draghi nun unter anderem wissen, wie der Kauf von Unternehmensanleihen gestaltet werden soll.

Am Leitzins, der seit März bei 0,0 Prozent liegt, werden die Währungshüter auf der Ratssitzung wohl nicht weiter rütteln. Auf der Pressekonferenz am Nachmittag dürfte Draghi Experten zufolge auf die scharfe Kritik aus Deutschland an der Niedrigzinspolitik angesprochen werden. Finanzminister Wolfgang Schäuble äußerte zuletzt sogar die Sorge, der Kurs der EZB könne hierzulande euro-skeptische Bestrebungen nähren. Banken beklagen seit längerem, dass ihnen im klassischen Zinsgeschäft Erträge wegbrechen. Außerdem warnen Branchenvertreter vor Belastungen für die private Altersvorsorge.

Wien (APA) - Der Schweizer Vermögensverwalter Norbert Wicki ist heute im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere erstmals von Richterin Marion Hohenecker einvernommen worden. Die Anklage wirft Wicki vor, mit seinen Geschäften die Spur des Korruptionsgeldes aus der Buwog-Provision verschleiert und Geldwäsche begangen zu haben. Wicki selber erklärte sich für unschuldig.
 

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Grasser-Prozess - Viele Geschäfte auf Mandarin-Konto in Liechtenstein

Brüssel (APA/Reuters) - Der Warenverkehr zwischen der Europäischen Union und Großbritannien wird nach dem Brexit nach Einschätzung der EU-Kommission selbst dann leiden, wenn sich beide Seiten auf einen Freihandelsvertrag einigen sollten. Ein solches Abkommen könne keinen vollkommen reibungslosen Handel sicherstellen, hieß es in einem Reuters am Dienstag vorliegenden Dokument der EU-Kommission.
 

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EU-Dokument: Handel mit Großbritannien leidet auch mit Vertrag

Linz (APA) - Die Sparkasse Oberösterreich hat im heurigen ersten Halbjahr mehr Gewinn gemacht. Für das Gesamtjahr wird ein ähnliches Ergebnis wie 2017 erwartet. Das teilte die Bank in ihrem Halbjahresfinanzbericht Dienstagnachmittag mit.
 

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Sparkasse Oberösterreich im ersten Halbjahr mit mehr Gewinn