EZB-Stresstest: Banken können Zinsänderungen überwiegend gut verdauen

Frankfurt (APA/Reuters) - Die meisten Geldhäuser in der Eurozone können laut einem Stresstest der EZB deutliche Zinsschwenks in der Geldpolitik gut verkraften. Höhere Zinsen würden bei der Mehrheit der Institute zu einem Anstieg des Nettozinseinkommens in den nächsten drei Jahren führen aber zu einem niedrigeren Wert des wirtschaftlichen Eigenkapitals, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag mit.

Die Ergebnisse sollen in die diesjährige Bankenprüfung (SREP) einfließen. Insgesamt würden sich die Kapitalanforderungen für die Institute durch die Resultate des Stresstests nicht ändern. Sie könnten aber für einzelne Banken angepasst werden.

Die Euro-Notenbank ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Banken im Währungsraum zuständig. Inzwischen kontrolliert sie direkt 120 Institute, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank. Sie hatte in ihrem Stresstest sechs unterschiedliche Zinsszenarien geprüft.

In Deutschland hatten Bundesbank und die Finanzaufsicht BaFin unlängst geprüft, wie die rund 1.500 kleineren deutschen Institute und Sparkassen mit dem Niedrigzinsumfeld zurecht kommen. Den Ergebnissen zufolge können die Geldhäuser dies zwar besser verkraften als noch vor Jahren. Dennoch würden sie auch in den kommenden Jahren unter den absehbar niedrigen Zinsen leiden. Die Institute hatten angegeben, dass auf Sicht von fünf Jahren ihr Gewinn vor Steuern gemessen an ihrer Bilanzsumme um 16 Prozent schrumpfen wird.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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