EZB fordert Staaten zu Schuldenabbau auf

Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) fordert die Staaten der Euro-Zone zum Abbau ihrer nach wie vor sehr hohen Schulden auf. Immer noch liege der zusammengefasste Schuldenberg der Währungsgemeinschaft bei mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), wie die Notenbank in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht mitteilte.

Würden Euro-Staaten ihre Budgetpolitik besser ausrichten, könnte die Schuldenstandsquote innerhalb eines Jahrzehnts wieder näher an die geforderte Schwelle rücken. Der EU-Stabilitäts- und Wachstumspakt erlaubt für Länder einen Schuldenstand von maximal 60 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Wegen der Finanzkrise 2008 und des anschließenden Konjunktureinbruchs waren die Staatsschulden in den Ländern der Euro-Zone rasant nach oben geschnellt. In Österreich kletterte die Schuldenstandsquote von 2014 auf das Vorjahr von 84,3 auf 86,2 Prozent.

"Niedrigere öffentliche Schuldenstände werden benötigt, um wieder haushaltspolitische Puffer zu bilden und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Euro-Zone zu erhöhen", hieß es in dem Bericht weiter. Die Währungsgemeinschaft sei dann in der Zukunft besser gefeit, um mit möglichen ökonomischen Schocks umgehen zu können.

Die EZB-Experten bekräftigten in diesem Zusammenhang die Forderung nach Strukturreformen in den Ländern. Alle Staaten sollten zudem ihre Budgetpolitik wachstumsfreundlicher ausrichten.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

Newsticker

Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro