EZB fordert mehr Schritte zur Finanzmarkt-Integration

Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) fordert noch stärkere Anstrengungen zur Integration der Finanzsysteme in Europa. Zwar gleiche sich beispielsweise die Kreditvergabe in den Ländern weiter an, teilte die EZB in einem am Montag veröffentlichten Integrationsbericht mit.

Turbulenzen an den Märkten hätten aber dafür gesorgt, dass sich der Trend seit Frühjahr/Sommer 2015 etwas verlangsamt habe. Für das mehr auf Geldinstitute gestützte Finanzsystem in Europa sei es daher unter anderem wichtig, dass bei den Aktienmärkten eine noch stärkere Integration erzielt werde.

EZB-Vizechef Vitor Constancio bekräftigte in diesem Zusammenhang unter anderem die in Deutschland umstrittene Forderung nach einer europäischen Einlagensicherung für Bankkunden. Zudem müsse das Problem der faulen Kredite in den Bilanzen der Institute in den nächsten Jahren gelöst werden. Die Kapitalmarktunion in Europa müsse energisch vorangetrieben werden. "Wir können die wirtschaftlichen Vorteile eines Umbaus des Finanzsystems erzielen, wenn die europäische Kapitalmarktunion ehrgeizig ist", sagte Constancio.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

Newsticker

Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

Newsticker

Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

Newsticker

Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab