EZB rechnet weiter mit robustem Wachstum in der Eurozone

Frankfurt (APA/dpa-AFX) - Nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist vorerst kein Ende des Aufschwungs in der Eurozone in Sicht. "Das gegenwärtig breit angelegte und solide Wirtschaftswachstum dürfte sich auch über die kurze Frist hinaus fortsetzen", hieß es im Jänner-Wirtschaftsbericht der Notenbank, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Die derzeit vorherrschende kräftige Konjunkturdynamik könnte nach Einschätzung der Notenbanker sogar "zu weiteren positiven Überraschungen beim Wachstum führen".

Die EZB will nicht ausschließen, dass die von US-Präsident Donald Trump durchgesetzte Steuerreform positive Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone zu Folge habe. Demnach dürften die Maßnahmen der US-Regierung die Binnennachfrage in der größten Volkswirtschaft der Welt ankurbeln. Dies wiederum könnte dann auch die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen des Euroraums verstärken.

Auf der anderen Seite sieht die EZB aber auch Risiken für den Aufschwung im Währungsraum. So könnte die Entwicklung an den Devisenmärkten den Aufschwung belasten. "Die jüngsten Wechselkursschwankungen sind ein Unsicherheitsfaktor", hieß es in dem Bericht. In den Monaten November bis Jänner hatte der Kurs des Euro stark zugelegt und im Handel mit dem Dollar den höchsten Stand seit etwa drei Jahren erreicht.

Ein stärkerer Euro macht Waren aus der Eurozone in Industriestaaten des Dollar-Raums oder auch in Asien teurer. Dies kann die Exportgeschäfte europäischer Unternehmen bremsen.

Trotz des robusten Aufschwungs rechnet die EZB weiterhin mit einem "verhaltenen" Anstieg der Verbraucherpreise. Erst mittelfristig dürften die Inflation "allmählich zunehmen", hieß es. Die Gründe hierfür sieht die EZB in ihrer extrem lockeren Geldpolitik und in einem stärkeren Lohnwachstum in der Eurozone. Trotz der jahrelangen Geldflut der Notenbank lag die Inflation in der Eurozone im Jänner bei 1,3 Prozent und damit nach wie vor auf einem ungewöhnlich niedrigen Niveau.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen