EZB reagiert auf Euribor-Skandal mit eigenem Geldmarkt-Referenzsatz

Frankfurt (APA/Reuters) - Die EZB will bis 2020 einen eigenen Geldmarkt-Referenzsatz auflegen. Sie reagiert damit auf den Skandal um Zinsmanipulationen und den gescheiterten Reformversuch der Finanzbranche. Der neue Geldmarkt-Referenzsatz werde andere als Richtgrößen geltende Sätze ergänzen und vollständig auf von Banken gemeldeten Transaktionen in Euro beruhen, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mit.

Sie will 2018 Details zu dem im Fachjargon "Unsecured Overnight Interest Rate" genannten Projekt vorlegen und die Banken um Rückmeldungen bitten. Dieses Jahr war eine geplante Überarbeitung der Methode zur Festsetzung des sogenannten Euribor-Referenzzinses gescheitert. An ihm orientieren sich etwa Zinsen für Kredite. Der Euribor-Satz war in den vergangenen Jahren ins Zwielicht geraten, nachdem bekannt wurde, dass ihn Banker jahrelang zu ihrem eigenen Vorteil manipuliert hatten.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro