EZB-Ratsmitglied: Instrument negativer Zinsen fast ausgereizt

EZB-Ratsmitglied Jozef Makuch sieht bei Strafzinsen für Geschäftsbanken kaum noch Spielraum für eine weitere Verschärfung. "Ich persönlich glaube, dass das Instrument fast ausgereizt ist", sagte der Notenbank-Gouverneur der Slowakei am Dienstag in Bratislava. Eine weitere Senkung der Zinsen würde immer geringere Wirkungen nach sich ziehen.

Für die Zukunft sei dies vor allem als ein psychologisches Instrument zu betrachten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte unlängst alle drei Hauptzinsen gesenkt. Der sogenannte Einlagensatz wurde dabei von zuvor 0,3 Prozent auf minus 0,4 Prozent gesetzt. Damit müssen Geldhäuser in der Eurozone noch mehr Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der EZB über Nacht überschüssiges Geld parken. Makuch zufolge wirken negative Zinsen als geldpolitisches Mittel vor allem im Verbund mit anderen Werkzeugen. "Es würde wahrscheinlich als isoliertes Instrument keinen Sinn machen."

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