EZB-Ratsmitglied: Instrument negativer Zinsen fast ausgereizt

EZB-Ratsmitglied Jozef Makuch sieht bei Strafzinsen für Geschäftsbanken kaum noch Spielraum für eine weitere Verschärfung. "Ich persönlich glaube, dass das Instrument fast ausgereizt ist", sagte der Notenbank-Gouverneur der Slowakei am Dienstag in Bratislava. Eine weitere Senkung der Zinsen würde immer geringere Wirkungen nach sich ziehen.

Für die Zukunft sei dies vor allem als ein psychologisches Instrument zu betrachten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte unlängst alle drei Hauptzinsen gesenkt. Der sogenannte Einlagensatz wurde dabei von zuvor 0,3 Prozent auf minus 0,4 Prozent gesetzt. Damit müssen Geldhäuser in der Eurozone noch mehr Strafzinsen zahlen, wenn sie bei der EZB über Nacht überschüssiges Geld parken. Makuch zufolge wirken negative Zinsen als geldpolitisches Mittel vor allem im Verbund mit anderen Werkzeugen. "Es würde wahrscheinlich als isoliertes Instrument keinen Sinn machen."

Brüssel (APA/dpa) - Die EU droht Nordkorea eine weitere Verschärfung von Sanktionen an. Wegen der atomaren Aufrüstung des Landes werde man in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern weitere Reaktionen in Erwägung ziehen, heißt es in einer am Donnerstagabend beim EU-Gipfel verabschiedeten Erklärung.
 

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EU droht Nordkorea neue Sanktionen an

Brüssel (APA) - Der EU-Gipfel in Brüssel hat ein "effektives und faires Steuersystem" für die Digitalwirtschaft verlangt. Die EU-Staats- und Regierungschefs forderten am Donnerstag die EU-Kommission auf, "angemessene" Vorschläge dafür bis Anfang 2018 vorzulegen.
 

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EU-Gipfel will Vorschlag für Digitalsteuer Anfang 2018

San Francisco/Mountain View (APA/dpa) - Der Fahrdienstvermittler Lyft hat sich frisches Geld bei Investoren besorgt. Die von CapitalG, einem Investmentfonds der Google-Mutter Alphabet, angeführte Finanzierungsrunde spült eine Milliarde Dollar (851,14 Mio. Euro) in die Kasse, teilte Lyft am Donnerstag mit. Insgesamt wurde die Firma von Geldgebern zuletzt nach eigenen Angaben mit 11 Mrd. Dollar bewertet.
 

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Uber-Rivale Lyft sammelt weitere Milliarde bei Investoren ein