EZB-Ratsmitglied sieht keinen Grund für weitere Geldspritzen

Tallinn/Riga - Estlands Notenbankchef sieht momentan keine zwingenden Gründe für eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Europäische Zentralbank (EZB). "Wenn sich etwas ganz fundamental ändern sollte, können wir das vielleicht neu bewerten", sagte Ardo Hansson, der auch Mitglied im EZB-Rat ist, am Mittwoch in Tallinn. "Aber ich sehe jetzt keinen Bedarf, einen solchen Schritt zu unternehmen", sagte Hansson.

Nach Ansicht des Notenbankers würde eine weitere Senkung des Einlagenzinses Fragen der Glaubwürdigkeit für die EZB aufwerfen. Bei der Zinssitzung in der vergangenen Woche hatte EZB-Präsident Mario Draghi signalisiert, dass die Geldpolitik noch weiter gelockert werden könnte. Bei der Sitzung im Dezember werde geprüft, ob die EZB die Konjunktur ausreichend anschiebe. Die EZB sei bereit, gegebenenfalls zu handeln und alle verfügbaren Instrumente einzusetzen. Draghi zufolge wurde bei der Sitzung auch eine weitere Senkung des Strafzinses diskutiert, wenn Banken über Nacht bei der EZB Geld parken. Dieser Einlagenzins liegt aktuell bei minus 0,2 Prozent. Bisher galt dies als Untergrenze.

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet wies indes bei einer Veranstaltung in Riga darauf hin, dass die Inflationsziele schon seit längerem nicht erreicht worden seien. Das könne die langfristigen Inflationserwartungen beeinflussen. Die EZB habe aber das Mandat, für eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent im Euroraum zu sorgen. Die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik könne nicht auf die leichte Schulter genommen werden. "Man hat die Pflicht die Instrumente einzusetzen", sagte Praet. Der Chefvolkswirt bekräftigte, es gebe keine Tabus. Alle Instrumente würden geprüft.

Frankfurt/Derby (APA/Reuters) - Die Pläne zum Verkauf der verlustreichen zivilen Schiffbau-Sparte ermuntern Anleger zum Einstieg bei Rolls-Royce. Die Aktien des britischen Flugzeugtriebwerk-Bauers stiegen am Mittwoch um bis zu 8,5 Prozent auf 926,4 Pence (7,6 Euro). Das ist der größte Kurssprung seit einem halben Jahr.
 

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Möglicher Verkauf von Geschäftsteilen beflügelt Rolls-Royce

Budapest (APA/dpa) - Ungarns rechtsnationale Regierung plant eine neue Strafsteuer für Zivilorganisationen, die Flüchtlingen helfen und ihre Kosten überwiegend durch Unterstützung aus dem Ausland decken. Dies gab der ungarische Innenminister Sandor Pinter am Mittwoch nach einer Regierungssitzung bekannt. Die Steuer werde 25 Prozent betragen.
 

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Ungarns Regierung plant Strafsteuer für Flüchtlingshelfer

New York/Charlotte (North Carolina) (APA/dpa) - Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform macht den großen Banken des Landes weiter zu schaffen. Im Falle des Wall-Street-Hauses Goldman Sachs waren die Belastungen im Schlussquartal derart hoch, dass ein milliardenschwerer Verlust anfiel. Bei der Bank of America halbierte sich der Quartalsgewinn.
 

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US-Steuerreform zieht Goldman Sachs und Bank of America herunter