EZB-Protokoll - Währungshüter halten Zinsausblick bewusst offen

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will an der Nullzinspolitik so lange wie nötig festhalten, um eine dauerhafte Entwicklung der Inflation in Richtung ihrer Zielmarke von knapp zwei Prozent sicherzustellen.

Die Währungshüter unterstrichen daher bei ihrer jüngsten Zinssitzung im Juni in Riga, dass sie den neuen Zinsausblick bewusst unscharf gehalten haben, um Handlungsspielraum zu haben, wie aus dem Protokoll des Treffens hervorgeht, das die EZB am Donnerstag veröffentlichte. Wichtig war ihnen zudem zu betonen, dass selbst nach dem Ende der Anleihenkäufe die Geldpolitik noch sehr konjunkturstützend sein werde.

Die EZB hatte in Riga in Aussicht gestellt, die vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe bis zum Jahresende einzustellen. Dann werden sie voraussichtlich ein Volumen von 2,6 Billionen Euro erreicht haben. Zudem wollen die Währungshüter ihre Schlüsselzinsen bis mindestens über den Sommer 2019 hinaus auf dem aktuellen Niveau von 0,0 Prozent halten.

Frankfurt (APA/dpa) - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt die Politik davor, Fusionen in der deutschen Bankenbranche voranzutreiben. Er wäre "vorsichtig (...) damit, Zusammenschlüsse politisch zu forcieren. Sie müssen einer betriebswirtschaftlichen Logik folgen", sagte Weidmann dem "Handelsblatt". "Wir haben nicht die Erfahrung gemacht, dass staatliche Einmischung dabei nützlich ist."
 

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Bundesbank-Chef: Politik sollte Bankenfusionen nicht forcieren

London (APA/dpa) - Die Übernahmeschlacht um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky zwischen dem Murdoch-Konzern 21st Century Fox und US-Kabelkonzern Comcast soll per Auktion entschieden werden. Das teilte die britische Übernahmekommission am Donnerstag mit.
 

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Murdoch gegen Comcast: Auktion entscheidet Sky-Übernahmeschlacht

Frankfurt (APA/Reuters) - Tarifabschluss in der deutschen Chemiebranche: Die 580.000 Beschäftigten bekommen im Schnitt 4,6 Prozent mehr Lohn. Die Einigung sieht Entgeltsteigerungen von 3,6 Prozent vor, wie die Gewerkschaft IG BCE nach Abschluss der zweiten Bundesrunde der Verhandlungen am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das Urlaubsgeld für Vollzeitbeschäftigte soll auf 1.200 Euro verdoppelt werden.
 

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Deutsche Chemiebranche - Löhne steigen im Schnitt um 4,6 Prozent