EZB - Notleidende Kredite bremsen Gewinnentwicklung der Banken

Geldhäuser im Währungsraum haben aus Sicht der EZB-Bankenaufsicht immer noch viel zu hohe Bestände an notleidenden Krediten in ihren Büchern.

"Faule Kredite belasten die Profitabilität und das Kapital, sie bremsen die Fähigkeit der Banken, neue Kredite an Kunden zu vergeben", sagte die oberste Bankenaufseherin der Europäischen Zentralbank (EZB), Daniele Nouy, am Dienstag vor einem Ausschuss des Europaparlaments in Brüssel. Auch die niedrigen Zinsen im Euroraum könnten zu schwachen Gewinnaussichten der Häuser beitragen.
"Die EZB wird in den nächsten Quartalen die Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle der Banken sorgfältig untersuchen", kündigte Nouy an. Die Bankenaufsicht werde auch dieses Jahr eng mit den Geldhäusern zusammenarbeiten und für sie individuelle und maßgeschneiderte Pläne erarbeiten. Es werde zwar einige Zeit dauern, notleidende Kredite abzubauen. "Über die nächsten paar Jahre können aber gute Fortschritte erwartet werden", sagte die Französin.
Die EZB ist seit Herbst 2014 für die direkte Aufsicht über die 129 größten Geldhäuser in der Währungsunion zuständig. In Deutschland überwacht sie unter anderem die Deutsche Bank und die Commerzbank.

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