EZB könnte Notkredite für Hellas-Banken erschweren

Frankfurt - Griechischen Banken könnte einem Medienbericht zufolge der Zugang zu Notkrediten der Europäischen Zentralbank (EZB) erschwert werden. Auf Fachebene sei in der EZB bereits ein entsprechender Vorschlag ausgearbeitet worden, meldete die Finanzagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Die Notfallkredite - im Fachjargon ELA genannt - werden von der Notenbank in Athen gewährt. Zuvor muss jedoch der EZB-Rat grünes Licht dafür geben. Für die Darlehen müssen die Hellas-Banken Pfänder stellen, auf welche die Notenbank aus Sicherheitsgründen einen Abschlag - einen sogenannten Haircut - erhebt.

Hier setzt der Meldung zufolge der Vorschlag der EZB-Mitarbeiter an: Indem der Abschlag auf die Sicherheiten erhöht würde, würde zugleich der Geldhahn etwas zugedreht. Tendenziell könnten die Finanzinstitute somit weniger Geld von der Notenbank beziehen als bisher. Wie Bloomberg weiter meldet, hat sich der EZB-Rat bisher nicht in formeller Runde mit der Sache beschäftigt. Die EZB lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Die Aktien griechischer Banken brachen nach der Meldung ein und zogen damit auch den Athener Leitindex nach unten. Die Renditen zehnjähriger Hellas-Anleihen stiegen zugleich auf ein Tageshoch.

Vertreter der Bundesbank hatten sich zuletzt kritisch darüber geäußert, wie mit den Pfändern bei der Gewährung von ELA-Hilfen verfahren wird, und ein striktes Risikomanagement gefordert.

Die EZB hat den griechischen Geldhäusern zuletzt eine weitere Versorgung mit Liquidität zugesagt. Man habe die Nothilfen für die Institute gebilligt und werde dies weiter tun, solange die Banken solvent seien und angemessene Sicherheiten hätten, betonte EZB-Präsident Mario Draghi vorige Woche in Frankfurt. Finanzhilfen würden weiterhin entsprechend der EZB-Regeln vergeben. Es sei auf der EZB-Ratssitzung auch über Abschläge auf Sicherheiten griechischer Banken diskutiert worden. Darauf werde man bald zurückkommen.

Die EZB hatte erst am Dienstag voriger Woche entschieden, den Geldhahn für griechische Banken weiter offen zu halten. Die EZB stockte nach Angaben aus Bankenkreisen den ELA-Rahmen der Athener Notenbank für die Geldhäuser um 800 Mio. auf inzwischen 74 Mrd. Euro auf. Griechische Banken sind zur Geldversorgung zunehmend auf diese Notkredite angewiesen, da die EZB bonitätsschwache Hellas-Staatsanleihen nicht mehr als Pfand annimmt. Damit ist den Geldhäusern der direkte Zugang zu EZB-Geldern weitgehend versperrt. Über ELA-Hilfen können sie sich dennoch mit Liquidität eindecken.

Wien/Paris (APA) - Der globale Rohstoffverbrauch wird sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft und steigender Lebensstandards bis 2060 nahezu verdoppeln. Von derzeit jährlich 90 Gigatonnen soll der Verbrauch auf 167 Gigatonnen ansteigen, geht aus einem Vorausbericht zu einer OECD-Studie zum künftigen Rohstoffverbrauch hervor.
 

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OECD: Globaler Rohstoffverbrauch wird sich bis 2060 verdoppeln

Straßburg (APA/dpa) - Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag (13.00 Uhr) in Straßburg über die umstrittenen italienischen Budgetpläne für 2019. Das Gremium der Kommissare werde das weitere Vorgehen im Streit mit der Regierungskoalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega beraten, hieß es im Vorfeld.
 

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EU-Kommission berät weitere Schritte im Haushaltsstreit mit Italien

Berlin/München (APA/Reuters) - BMW ruft wegen Problemen bei Klimaanlagen weltweit weitere 1,6 Millionen Autos zurück. Betroffen seien Diesel-Fahrzeuge, die vom August 2010 bis August 2017 produziert worden seien, teilten die Bayern am Dienstag mit. Bei den Autos könne Kühlflüssigkeit austreten, was im Extremfall einen Brand auslösen könnte.
 

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BMW ruft wegen Kühlmittel-Problemen weitere 1,6 Mio. Autos zurück