EZB sondiert Mix-Strategie für Staatsanleihenkäufe

Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) prüft Insidern zufolge mehrere Strategien für ein groß angelegtes Programm zum Kauf von Staatsanleihen. Dabei werde auch eine Variante diskutiert, bei der nur ein Teil der damit verknüpften Risiken vergemeinschaftet würde, sagten mehrere Personen aus dem Umfeld der EZB der Nachrichtenagentur Reuters.

Weitere Aufkäufe könnten dann den nationalen Notenbanken überlassen werden. So würden auch Bedenken der Deutschen Bundesbank gegen ein solches Programm berücksichtigt. "Das könnte eine Variante sein, bei der die Bundesbank mit kann und sie nicht überfordert wird", sagte ein Insider. Darüber hinaus würden noch weitere Vorschläge geprüft. Es sei nichts entschieden. Den Informationen zufolge wurde über das Thema am Mittwoch im EZB-Rat gesprochen.

Die EZB lehnte eine Stellungnahme dazu ab. "Wir kommentieren keine Diskussionen des EZB-Rats", sagte ein Sprecher. EZB-Chef Mario Draghi hatte zuletzt bereits die Türen für breit angelegte Staatsanleihenkäufe weit geöffnet. Die Zentralbank könnte nun auf ihrer Zinssitzung am 22. Jänner ein solches Programm beschließen, um einen Preisverfall auf breiter Front in der Eurozone zu verhindern. Zuletzt waren die Preise um 0,2 Prozent gesunken.

Den Insidern zufolge herrschte auf dem Treffen unter den Zentralbankern inzwischen mehr Einigkeit, dass ein solches im Fachjargon Quantitative Easing (QE) genanntes Wertpapier-Aufkaufprogramm notwendig sei. Über die konkrete Ausgestaltung wie etwa das Volumen, eine Vergemeinschaftung und Verteilung von Risiken gebe es aber noch recht unterschiedliche Auffassungen. "Es ist alles noch im Fluss", sagte ein Insider.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro