EZB: Konjunkturerholung im Euroraum setzt sich fort

Die Wirtschaft im Euroraum wird sich nach Überzeugung der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter erholen. "Über die kurze Frist hinaus dürften die zuletzt vom EZB-Rat eingeleiteten geldpolitischen Maßnahmen, der niedrige Ölpreis und die Abwertung des Euro dazu beitragen, dass die Erholung an Breite gewinnt und sich allmählich festigt", so die Notenbank in ihrem aktuellen Wirtschaftsbericht.

Schon im Auftaktquartal dürfte sich das Wirtschaftswachstum demnach fortgesetzt haben. Positive Daten lieferte am Donnerstag das einstige Krisenland Spanien: Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ist im ersten Quartal um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, wie das Statistikamt INE in Madrid mitteilte. Dies ist das stärkste Wachstum im Quartalsvergleich seit Ende 2007.

Auch an den Arbeitsmärkten sehen die EZB-Experten Anzeichen einer Aufhellung. Insgesamt bleibe die Arbeitslosigkeit im Euroraum aber hoch. Für Deutschland gilt das nicht: Hierzulande ging die Arbeitslosenquote im April um weitere 0,3 Punkte auf 6,5 Prozent zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte.

Auch an der Preisfront geben die Notenbanker Entwarnung. Zwar werde die Inflation voraussichtlich in den kommenden Monaten sehr gering oder sogar negativ bleiben. Zum Jahresende werde sie dann aber allmählich wieder ansteigen.

Die EZB begründet dies mit ihrer extrem lockeren Geldpolitik, dem niedrigeren Euro-Wechselkurs sowie der Annahme, dass die Ölpreise in den kommenden Jahren wieder etwas anziehen werden. Im März war die Teuerungsrate im Euroraum auf minus 0,1 Prozent gestiegen, nachdem sie im Jänner einen Tiefstand von minus 0,6 Prozent erreicht hatte.

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