EZB-Kaufprogramm drückt Bond-Renditen weiter

Das milliardenschwere Anleihenkaufprogramm der EZB (QE) hat die Renditen europäischer Anleihen am Mittwoch auf frische Rekordtiefs gedrückt. Im Gegenzug stiegen die Kurse. Seit Montag kaufen die EZB und die nationalen Notenbanken Staatsanleihen im Volumen von monatlich 60 Milliarden Euro, um damit über die Kreditvergabe die Konjunktur anzukurbeln. "Es gibt ein Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot, dieses lastet weiter auf den Renditen", sagte BNP-Paribas-Stratege Patrick Jacq. "Das ist keine Überraschung, aber uns verblüfft das Ausmaß der Bewegung. Das ist gewaltig und liegt nicht an wirtschaftlichen Fundamentaldaten, sondern allein an QE."

Die Verzinsungen für die italienischen und spanischen Pendants markierten mit 1,171 und 1,137 Prozent Rekord-Tiefstände. Die Renditen der griechischen Staatsanleihen stiegen hingegen bis auf 10,837 Prozent. Die Anleihen Griechenlands und Zyperns sind nicht Teil des Programms.

EURO FÄLLT UNTER 1,06 DOLLAR

Die zehnjährigen Bundesanleihen rentierten zeitweise so tief wie nie zuvor mit 0,199 (Vortag 0,234) Prozent. Gefragt waren auch die 30-jährigen deutschen Bundesanleihen : Die Rendite sank bis auf 0,655 Prozent von 0,724 Prozent am Vorabend.

Unterdessen setzte der Euro seine Talfahrt immer schneller fort. Die Gemeinschaftswährung verlor rund einen US-Cent bis auf 1,0593 Dollar und markierte damit erneut ein Zwölf-Jahres-Tief. Der Euro wird laut Händlern ebenfalls von den EZB-Anleihenkäufen belastet, zudem macht ihm die sich abzeichnende Zinserhöhung in den USA zu schaffen.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen