EZB sorgt sich verstärkt um schwache Inflation in der Eurozone

Die Europäische Zentralbank (EZB) sorgt sich verstärkt um die schwache Preisentwicklung in der Eurozone. Das Risiko, dass das Inflationsziel von zwei Prozent nach unten weiter verfehlt werde, sei gestiegen, sagte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet am Mittwoch in Mannheim. Vor diesem Hintergrund betonte Praet, dass die EZB notfalls zu weiteren geldpolitischen Schritten bereit sei.

"Es sollte keine Zweifel geben bezüglich des Willens und der Fähigkeit des EZB-Rates zu handeln, falls es nötig wird", sagte Praet. Im Moment steigen die Verbraucherpreise kaum, vor allem, weil Energie in den vergangenen Monaten deutlich günstiger geworden ist.

Das milliardenschwere Anleihekaufprogramm weise genug Spielraum auf, um zu reagieren, sagte der EZB-Chefvolkswirt. Sowohl beim Volumen, beim Ausmaß als auch bei der Dauer sei das Programm flexibel. Derzeit kauft die EZB monatlich Anleihen im Wert von 60 Mrd. Euro. Hintergrund ist, dass eine drohende Deflation - also dauerhaft sinkende Preise - verhindert werden soll. Eine leichte Preissteigerung von etwas unter zwei Prozent ist aus Sicht der EZB ökonomisch sinnvoll, sie spricht dann von "Preisstabilität".

Der EZB-Rat trifft sich in der nächsten Woche, um über die Probleme zu diskutieren. Zuletzt hatten Unsicherheiten bezüglich der künftigen Wirtschaftsentwicklung Chinas die Anleger verunsichert.

Der Euro reagierte auf die Worte Praets mit Kursverlusten. Der deutsche Aktienindex Dax dagegen konnte einige der Verluste seit Handelsbeginn wieder wett machen.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los