EZB-Geldschwemme erreicht die Unternehmen

Frankfurt (APA/Reuters) - Das viele billige Geld der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt zunehmend auch bei den Unternehmen an. Im Oktober vergaben Banken in der Eurozone an Unternehmen 2,9 mehr Darlehen als vor Jahresfrist, wie die EZB am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Im September hatte der Zuwachs noch bei 2,4 Prozent gelegen. An die Privathaushalte reichten die Institute im Oktober 2,7 Prozent mehr Kredite weiter.

Die Währungshüter halten schon seit März 2016 den Leitzins bei 0,0 Prozent, umso für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen. Dazu pumpen die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder seit März 2015 über den Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren Woche für Woche Milliarden Euro in das Finanzsystem, um die Geldhäuser zu stärkeren Kreditvergabe anzuregen. Das vor allem in Deutschland umstrittene Programm ist inzwischen auf 2,55 Billionen Euro angelegt und soll noch bis Ende September 2018 laufen.

Die von der EZB genau verfolgte Geldmenge M3 wuchs im Oktober um 5,0 Prozent nach 5,2 Prozent im September. Volkswirte hatten 5,1 Prozent erwartet. Zu M3 zählen neben Bargeld und Einlagen auf Girokonten auch Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen. Die Geldmengenentwicklung ist mittel- bis langfristig eng mit der Inflation verbunden. Die Notenbank peilt knapp unter zwei Prozent Teuerung als Idealwert für die Wirtschaft an. Mit 1,4 Prozent im Oktober ist sie davon aber noch ein Stück entfernt.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne