EZB fordert von Banken mehr Vorsorge für Problemkredite

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will mit neuen Richtlinien Geldhäuser im Währungsraum zu mehr Absicherung für faule Kredite bewegen. Wie aus einem Entwurf der EZB-Bankenaufsicht hervorgeht, den die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag einsah, sollen die Institute ab 2018 neu als notleidend eingestufte Darlehen schrittweise zu 100 Prozent über Rückstellungen abdecken.

Für die Bildung des Sicherheitspolsters soll den Banken je nach Art des Darlehens bis zu sieben Jahre Zeit gewährt werden. Die EZB lehnte eine Stellungnahme zu dem Dokument ab. Sie plant die neuen Richtlinien zum Umgang mit faulen Krediten am Mittwoch zu veröffentlichen.

Banken im Euro-Raum sitzen immer noch auf einem Berg an ausfallgefährdeten Darlehen von fast einer Billion Euro. Dies ist vor allem eine Folge der Finanz- und Schuldenkrise im Euro-Raum. Hat ein Geldhaus zu viele Problemdarlehen, drückt dies auf die Gewinne und lässt das Institut bei der Vergabe neuer Kredite an die Realwirtschaft zurückhaltend agieren. Auf Dauer kann dies das Wachstum in einer Volkswirtschaft bremsen. Die EZB-Bankenwächter arbeiten schon seit längerem daran, dem Problem der ausfallgefährdeten Darlehen im Euro-Raum beizukommen.

Dem Entwurf zufolge sollen die neuen Richtlinien für alle Darlehen gelten, die ab dem 1. Jänner 2018 neu als notleidend eingestuft werden. Ältere ausfallgefährdete Kredite sind laut Entwurf nicht betroffen. Bei neuen unbesicherten Problemkrediten sollen Geldhäuser künftig zwei Jahre Zeit haben, um diese zu 100 Prozent über Rückstellungen abzudecken. Bei neuen besicherten Problemdarlehen sollen Banken sieben Jahre Zeit gewährt werden. Die EZB drängt allerdings darauf, dass die Institute bei der Bildung der Rückstellungen schrittweise vorgehen. Im Entwurf wird ihnen ein "linearer Pfad für den Aufbau" hin zu 100 Prozent nahegelegt.

Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die größten Banken im Euro-Raum zuständig. Inzwischen kontrolliert sie direkt 120 Institute.

Wien (APA) - Der österreichische Airline-Caterer Do&Co hat im Halbjahr 2018/19 weniger Umsatz, aber deutlich mehr Nettogewinn gemacht. Der Gesamtumsatz ging um 3,7 Prozent auf 433,9 Mio. Euro zurück, was unter anderem auf einen Umsatzeinbruch um 28 Prozent im Bereich "Restaurants, Lounges & Hotel" zurückzuführen ist. Ende März endete die Zusammenarbeit mit den ÖBB im Zugcatering, was Umsätze wegbrechen ließ.
 

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Caterer Do&Co erzielte im Halbjahr weniger Umsatz, aber mehr Gewinn

London (APA/Reuters/dpa) - Der britische Brexit-Minister Dominic Raab ist zurückgetreten. Er könne die Vereinbarung zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU nicht mittragen, teilte er in einem Schreiben am Donnerstag mit.
 

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Brexit - Zuständiger britischer Minister Raab zurückgetreten

Düsseldorf (APA/Reuters) - Währungsschwankungen machen dem stark in Schwellenländern engagierten Konsumgüterkonzern Henkel zu schaffen. Der Düsseldorfer Konzern konnte im dritten Quartal den Umsatz nur leicht steigern. Dieser legte um 1,1 Prozent auf fünf Mrd. Euro zu. Organisch - also bereinigt um Wechselkurseffekte und Zukäufe - verzeichnete Henkel indes ein Plus von 2,7 Prozent.
 

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Währungseffekte bremsen Henkel