EZB fordert Handelsplätze für faule Kredite

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank tritt für die Schaffung von Handelsplätzen zum Abbau des Milliardenbergs an faulen Krediten in der Eurozone ein. Mit solchen Plattformen für Problemdarlehen könnten einheitliche Kreditdaten bereitgestellt, Prüfungskosten gesenkt und mehr Investoren angelockt werden, hieß es in einer am Montag in Frankfurt veröffentlichen Untersuchung der EZB.

Geldhäuser in dem Währungsraum schleppen als Altlast aus der Finanzkrise immer noch faule Kredite in Höhe von rund 800 Mrd. Euro mit sich herum. Erst kürzlich hatte EZB-Präsident Mario Draghi Banken, Regulierer und Regierungen zum gemeinsamen Handeln aufgerufen.

Aktuell leidet der Markt für solche Problemdarlehen der Untersuchung zufolge an geringer Liquidität. Zudem dominierten ihn wenige große Investoren, was niedrige Preise zur Folge habe. Mit der Schaffung von Handelsplattformen und einem Ausbau des Marktes könnten Banken laut der Studie voraussichtlich auch bessere Verkaufspreise erzielen. Die Autoren argumentieren dafür, dass der Zugang zu solchen Handelsplätzen allen interessierten Investoren und Besitzern von Problemdarlehen offen stehen sollte. Errichtet werden könnten die Plattformen von den Instituten, die diese auch für den Verkauf von faulen Krediten nutzen wollten.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"