EZB erwartet leichteren Zugang zu Krediten

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet zum Jahresauftakt mit einer steigenden Nachfrage nach Krediten und günstigeren Konditionen. Die Standards für die Vergabe von Firmenkrediten, Verbraucherdarlehen und Immobilienhypotheken dürften im ersten Quartal 2018 gelockert werden, ergab eine Umfrage der EZB vom Dienstag.

Im vierten Quartal hielten die Banken an ihren Standards für die Vergabe von Firmendarlehen fest. Sie lockerten hingegen ihre Vergabebedingungen für Kredite an Haushalte für den Immobilienerwerb weiter. Die Standards für Verbraucherdarlehen seien weitgehend unverändert geblieben.

Die EZB befragt vierteljährlich Banken zu ihrer Kreditvergabe-Praxis. An der Umfrage beteiligten sich diesmal 143 Institute.

Die EZB hält schon seit längerem ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent, um so für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen. Zudem erwirbt sie seit fast drei Jahren im großen Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere und pumpt so Milliarden in das Finanzsystem. Geldhäuser sollen über das billionenschwere Kaufprogramm dazu bewegt werden, mehr Darlehen an Firmen und Haushalte auszureichen.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen