EZB-Direktorin für Herunterfahren der Anleihenkäufe

Stuttgart/Frankfurt (APA/Reuters) - EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger sieht die Zeit für einen langsamen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik gekommen. "Und für mich ist die Zeit reif", sagte das Mitglied des sechsköpfigen Führungsteams der Europäischen Zentralbank (EZB) am Montag in Stuttgart laut Redetext. "Für mich ist klar: Wir müssen zu Beginn des kommenden Jahres damit beginnen, unsere Anleihekäufe zurückzufahren", sagte sie.

Die Reihenfolge, in der die EZB ihre unkonventionellen Maßnahmen beenden werde, sei derzeit noch klar. Erst werde der Nettoerwerb von Anleihen heruntergeschraubt. Die Zinsen dagegen würden dagegen weit über die Zeit der Anleihenkäufe hinaus niedrig bleiben, meinte Lautenschläger bei einer Veranstaltung.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte signalisiert, dass die Euro-Notenbank auf ihrer nächsten Zinssitzung in diesem Monat über die Zukunft ihrer billionschweren Anleihenkäufe entscheiden wird. Diese sind momentan die wichtigste Waffe der Euro-Wächter im Kampf gegen eine aus ihrer Sicht immer noch zu niedrige Inflation im Währungsraum. Die EZB und die nationalen Euro-Notenbanken erwerben aktuell Staatsanleihen und andere Wertpapiere im monatlichen Umfang von 60 Milliarden Euro. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Währungshüter ihre monatlichen Käufe ab Jänner verringern werden. In Deutschland erwarten die führenden deutschen Forschungsinstitute, dass die EZB die Käufe 2018 binnen neun Monaten auslaufen lassen wird.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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