EZB-Direktorin: Bis Jahresende Einigung auf globale Bankenregulierung

Frankfurt (APA/Reuters) - EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger rechnet bis Jahresende mit einem Abschluss der Verhandlungen über eine Reform der globalen Kapitalvorschriften für Banken. Sie hoffe, dass das Paket an weltweiten Bankenstandards - in der Fachwelt "Basel III" genannt - bis dahin unter Dach und Fach sei, sagte Lautenschläger am Montag auf einer Veranstaltung in Washington laut Redetext.

"Und ich bin weiterhin zuversichtlich, dass das der Fall sein wird," fügte sie hinzu. Lautenschläger ist stellvertretende Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht. Aus Sicht der Notenbank-Direktorin sollte nach der Finalisierung der Reformen deren Verwirklichung im Fokus stehen. Sie sei aber besorgt, dass einige Finanzzentren wichtige Teile des vereinbarten Regelwerks nicht umsetzen würden. "Das wäre ein großer Fehler", warnte sie. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die direkte Aufsicht über die größten Banken der Euro-Zone zuständig.

Die Verhandlungen zur Basel-III-Reform ziehen sich schon seit langem hin. Die globalen Bankenregulierer hatten das Reformpaket im Auftrag der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) 2010 auf den Weg gebracht. Mit den globalen Kapitalvorschriften für Banken soll die Reform abgeschlossen werden. Zuletzt zeichnete sich bei der zentralen Streitfrage, wie stark Geldhäuser die Risiken in ihren Geschäften mit internen Modellen herunterrechnen dürften, eine Einigung zwischen Europa und den USA ab. Allerdings sagten drei hochrangige Vertreter von Notenbanken am Freitag, dass Frankreich noch Einwände habe.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte