EZB-Direktor - Zinsen sinken nicht in "absurd" negativen Bereich

Frankfurt - Die Europäische Zentralbank wird ihrem Führungsmitglied Benoit Coeure zufolge die Strafzinsen für Banken nicht extrem verschärfen. "Sie wissen, dass wir die Sätze nicht in ein absurd negatives Gebiet führen", sagte Coeure im Interview der Zeitung "Politico", das die EZB am Mittwoch auf ihrer Webseite veröffentlichte.

"Aber wir können niemals weitere Schritte ausschließen." Das wäre ohnehin nicht glaubwürdig. Die EZB hatte kürzlich ein umfassendes Paket zur Ankurbelung der Konjunktur und für mehr Inflation im Euroraum beschlossen. Unter anderem wurden alle drei Leitzinsen gesenkt. Der sogenannte Einlagensatz wurde auf minus 0,4 von bisher minus 0,3 Prozent gesetzt. Banken müssen also mehr Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht bei der EZB überschüssiges Geld parken.

Der EZB-Direktor äußerte sich in dem Interview auch zu einem möglichen EU-Ausstieg Großbritanniens. Er möchte sich nicht in eine Entscheidung einmischen, die die Briten zu treffen hätten. Aber als Bürger und Europäer wolle er, dass das Land in der EU bleibe, sagte Coeure. "So gesagt ist es normal für uns, dass wir uns auf jedes mögliche Szenario vorbereiten und die Auswirkungen auf die Banken in der Eurozone." Die Briten entscheiden am 23. Juni in einem Referendum über einen Verbleib in der EU.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los