EZB-Direktor - Zinsen sinken nicht in "absurd" negativen Bereich

Frankfurt - Die Europäische Zentralbank wird ihrem Führungsmitglied Benoit Coeure zufolge die Strafzinsen für Banken nicht extrem verschärfen. "Sie wissen, dass wir die Sätze nicht in ein absurd negatives Gebiet führen", sagte Coeure im Interview der Zeitung "Politico", das die EZB am Mittwoch auf ihrer Webseite veröffentlichte.

"Aber wir können niemals weitere Schritte ausschließen." Das wäre ohnehin nicht glaubwürdig. Die EZB hatte kürzlich ein umfassendes Paket zur Ankurbelung der Konjunktur und für mehr Inflation im Euroraum beschlossen. Unter anderem wurden alle drei Leitzinsen gesenkt. Der sogenannte Einlagensatz wurde auf minus 0,4 von bisher minus 0,3 Prozent gesetzt. Banken müssen also mehr Strafzinsen zahlen, wenn sie über Nacht bei der EZB überschüssiges Geld parken.

Der EZB-Direktor äußerte sich in dem Interview auch zu einem möglichen EU-Ausstieg Großbritanniens. Er möchte sich nicht in eine Entscheidung einmischen, die die Briten zu treffen hätten. Aber als Bürger und Europäer wolle er, dass das Land in der EU bleibe, sagte Coeure. "So gesagt ist es normal für uns, dass wir uns auf jedes mögliche Szenario vorbereiten und die Auswirkungen auf die Banken in der Eurozone." Die Briten entscheiden am 23. Juni in einem Referendum über einen Verbleib in der EU.

Wien (APA) - Die Aktie von Do&Co ist am Mittwoch um bis zu elf Prozent gefallen. Auslöser dürften Medienberichte aus der Türkei sein, wonach Großkunde Turkish Airlines (THY) am geplanten neuen Istanbuler Mega-Flughafen nicht mehr mit Do&Co, sondern mit SATS, einem Caterer aus Singapur, zusammenarbeiten wolle. Dazu sei eine Absichtserklärung unterschreiben worden, teilte THY laut türkischen Medien mit.
 

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Do&Co-Aktie stark gefallen - Verlust von Türkei-Geschäft absehbar

München/Nürnberg (APA/Reuters) - Der deutsche Markt- und Konsumforschungskonzern GfK zieht sich nach mehr als 18 Jahren von der Börse zurück. Die Finanzholding Acceleratio, in der der Finanzinvestor KKR seine GfK-Anteile mit denen des Mehrheitsaktionärs GfK-Verein gebündelt hat, hatte die zwangsweise Abfindung der restlichen Kleinaktionäre beschlossen.
 

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Marktforscher GfK verschwindet nach 18 Jahren von der Börse

Gießhübl/Wiener Neustadt (APA) - Das Konkursverfahren über die Food4you gmbh mit Sitz im niederösterreichischen Gießhübl, Betreiber der Restaurantkette Schnitzelhaus, ist am Dienstag am Landesgericht Wiener Neustadt eröffnet worden. Die erste Tagsatzung soll am 21. Dezember stattfinden, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit.
 

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Konkursverfahren über Schnitzelhaus-Betreiber eröffnet