EZB-Direktor hält Tür für Ausweitung der Geldflut offen

Frankfurt - Die langfristigen Auswirkungen der Konjunkturschwäche in den Schwellenländern auf die Inflation in der Eurozone sind nach Ansicht von EZB-Direktor Yves Mersch noch unklar. Auch wegen eines stärkeren Euro und der gesunkenen Rohstoffpreise werde es aber länger dauern, bis die Teuerungsrate den Zielwert von knapp zwei Prozent erreiche.

"Sollten weitere geldpolitischen Impulse nötig sein, ist die EZB entschlossen, alle verfügbaren Instrumente zu nutzen, um mittelfristig ihr Mandat zu erreichen", sagte der Luxemburger Währungshüter am Dienstag bei einer Rede in Singapur laut Manuskript.

Ähnlich hatten sich bereits einige seiner Kollegen in den vergangenen Wochen geäußert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ein billionenschweres Anleihenkaufprogramm aufgelegt, damit die Preise wieder deutlicher steigen, was der Wirtschaft zugutekommen soll. Zuletzt gab es Spekulationen an den Finanzmärkten, sie könnte das Programm ausweiten, weil der erhoffte Schub für die Inflation ausgeblieben ist. Im September sanken die Preise sogar um 0,1 Prozent.

Unter Verweis auf die Griechenland-Krise sprach sich Mersch auch für eine Art Finanzministerium der Eurozone aus. Die Schuldenkrise rund um Griechenland habe gezeigt, dass es ein politisches Zentrum für die Währungsunion geben müsse. Dieses müsse in der Lage sein, alle fiskalischen, wirtschaftlichen und finanziellen Entscheidungen für die Eurozone als Ganze zu treffen. Das bedeute Souveränität innerhalb gemeinsamer Institutionen zu teilen. "Ein Vorschlag, der jetzt weiterentwickelt werden muss hinsichtlich Reichweite, Funktion und demokratische Verantwortlichkeit ist eine Finanzbehörde für die Eurozone", sagte Mersch. Vor kurzem hatte sich bereits EZB-Direktor Benoit Coeure für die Einrichtung eines Eurozonen-Finanzministeriums ausgesprochen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen