EZB-Direktor - Länder könnten mehr für Wachstumsförderung sorgen

Frankfurt - EZB-Direktor Benoit Coeure hat die Euro-Länder aufgefordert, mehr zur Förderung von Wachstum in der Eurozone zu unternehmen. Die Europäische Zentralbank (EZB) könne nicht allein die Bedingungen für eine nachhaltige Konjunkturerholung schaffen, sagte das Mitglied des Führungsgremiums der Europäischen Zentralbank (EZB) am Montag auf einer Veranstaltung in Paris.

"Dies erfordert eine abgestimmte Anstrengung hinsichtlich der Wirtschafts- und Haushaltspolitik," sagte Coeure. So könnten alle Länder ihre Steuerstrukturen wachstumsfördernder gestalten. Öffentliche Ausgaben könnten zudem in Richtung Investitionen, Forschung und Bildung umgeschichtet werden.

Frankreichs Notenbank-Chef Francois Villeroy de Galhau zufolge ist die Eurozone wegen des Ölpreisrutsches und der Wachstumsabschwächung in Schwellenländern mit "deflationärem Druck" konfrontiert. Er sehe aber keine Abwärtsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und Vermögenspreisen, sagte der Notenbanker. Eine solche Entwicklung wird in der Fachwelt als Deflation bezeichnet. Villeroy de Galhau wies zudem darauf hin, dass es für die Glaubwürdigkeit der EZB wichtig sei, an ihrem Inflationsziel von mittelfristig knapp zwei Prozent festzuhalten.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte unlängst den Schlüsselsatz zur Geldversorgung der Banken erstmals auf 0,0 Prozent gesenkt. Außerdem erhöhten die Euro-Wächter den monatlichen Umfang ihrer umstrittenen Anleihenkäufe und verschärften den Strafzins für Banken, wenn diese bei der Notenbank über Nacht Geld parken.

Rom (APA) - Das italienische Modelabel Giorgio Armani will der Produktion von Accessoires mehr Gewicht verleihen. "Derzeit generieren wir 85 Prozent des Umsatzes mit Bekleidung und 15 Prozent mit Accessoires. Wir wollen dieses Verhältnis auf 70/30 in drei Jahren ändern", so Modepapst Giorgio Armani.
 

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Armani will Produktion von Accessoires steigern

Moskau/London (APA/Reuters) - Der erste große Börsengang eines russischen Unternehmens in London seit Beginn der Sanktionen im Ukraine-Konflikt vor rund drei Jahren nimmt Formen an. Die Gruppe En+, in die der Industriemagnat Oleg Deripaska sein Aluminium- und Wasserkraft-Geschäft gebündelt hat, legte am Montag die Preisspanne auf 14 bis 17 Dollar je Hinterlegungsschein (GDR) fest.
 

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London steht vor erstem großen russischen Börsengang seit 2014

Berlin (APA/dpa) - Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin ist im ersten Halbjahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das geht aus dem am Wochenende veröffentlichten Finanzbericht hervor. Demnach sind die Verluste in den ersten sechs Monaten auf fast 447,6 Mio. Euro gestiegen - gut 163 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel zugleich von 1,7 auf rund 1,5 Mrd. Euro.
 

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Finanzbericht offenbart desolate Lage von Air Berlin