EZB-Direktor Coeure forderte Banken zum Abbau fauler Kredite auf

EZB-Direktor Benoit Coeure hat die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank gegen Kritik aus der Bankenbranche verteidigt. Sich für das Ziel der Preisstabilität einzusetzen sei essenziell, sagte Coeure am Mittwoch auf einer Veranstaltung in Frankfurt.

Diejenigen, die nach einer weniger konjunkturfördernden Geldpolitik rufen, sollten sich fragen, welche Folgen es für die Kreditvergabe der Banken habe, wenn die Produktion stagniere und die Preise fielen. Die Probleme der Institute mit faulen Krediten und nicht nachhaltigen Geschäftsmodellen hätten nichts mit der Geldpolitik zu tun. "Darauf zurückzuführende Unsicherheit zu verringern erfordert, dass andere Politik-Betreiber und die privaten Mitspieler handeln", sagte Coeure.

Dem EZB-Direktor zufolge wurden bisher nur geringe Fortschritte bei der Lösung des Problems der faulen Kredite von Banken erzielt. In vielen Ländern, die besonders unter der Schuldenkrise gelitten hätten, sei der Bestand an faulen Krediten bei den Banken immer noch zu hoch. "Das untergräbt das Vertrauen in ihre Fähigkeit, weitere Verluste aufzufangen." Zudem müssten Geldhäuser mit schwacher Profitabilität Wege finden, Einnahmen zu steigern, die nicht aus dem Zinsgeschäft stammen. Auch sollten sie wenn möglich ihre Betriebskosten weiter senken.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

Newsticker

Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

Newsticker

Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

Newsticker

Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los