EZB-Direktor: Argumente für 500-Euro-Schein immer weniger überzeugend

Paris - Die Europäische Zentralbank will nach Angaben ihres Direktoriumsmitglieds Benoit Coeure "bald" über das Schicksal des 500-Euro-Scheins entscheiden. Die Argumente für den Erhalt der wertvollsten Banknote in der Eurozone seien "immer weniger überzeugend", sagte Coeure der französischen Zeitung "Le Parisien" vom Donnerstag.

Dass der 500-Euro-Schein zu "illegalen Zwecken" missbraucht werde, sei "ein Argument, das wir nicht mehr ignorieren können".

Die Entscheidung liegt letztlich beim EZB-Rat, in dem die sechs Direktoriumsmitglieder und die Gouverneure der 19 nationalen Notenbanken sitzen. "Wir denken aktiv über diese Frage nach und werden bald eine Entscheidung treffen", kündigte Coeure in dem Zeitungsinterview an.

Nicht alle Länder seien aber bereit, das Aus für diesen Geldschein zu besiegeln. Vor allem in Deutschland befürchteten einige das Verschwinden des Bargelds.

Der 500-Euro-Schein war einst auf Druck einiger Länder, darunter Deutschland, geschaffen worden. In Deutschland hatte es vor der Euro-Einführung einen Schein mit einem Nennwert von 1.000 Mark gegeben.

Die 500-Euro-Banknote macht nur drei Prozent der Euro-Geldscheine aus. Allerdings lassen sich wegen des hohen Nennwerts schnell große Summen verschieben. Für Kriminelle ist der 500-Euro-Schein eines der wichtigsten Hilfsmittel, wenn es um die Verschleierung ihrer illegaler Einkünfte und grenzüberschreitende Geldwäsche geht.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro