EZB-Chefvolkswirt sieht Notenbank noch nicht am Ziel

Frankfurt (APA/Reuters) - Die EZB wird laut Chefvolkswirt Peter Praet im Herbst ihre Instrumente zur Stützung der Konjunktur neu kalibrieren. Dabei werde der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) im Blick haben, welcher geldpolitische Anschub weiter notwendig sei, um eine nachhaltige Entwicklung der Inflation hin zur Zielmarke zu erreichen, sagte der oberste EZB-Ökonom am Montag in London laut Redetext.

Die Erholung im Euroraum sei zwar "solide, breitbasiert und widerstandsfähig". Die Wirtschaft müssen aber nach wie vor noch hinreichend Fortschritte bei der Inflation erzielen.

Die EZB strebt mittelfristig knapp unter zwei Prozent Teuerung als Idealwert für die Wirtschaft an. "Aus heutiger Sicht sind wir noch um einiges von einer nachhaltigen Anpassung entfernt," sagte der Belgier. Im September lag die Inflation im Währungsraum gerade einmal bei 1,5 Prozent.

Das wichtigste Instrument der Notenbank ist aktuell ihr billionenschweres Anleihen-Kaufprogramm. Laufzeit und Kaufvolumen sind Praet zufolge dabei die wichtigsten Stellschrauben. In einem mehr normalen Marktumfeld seien Investoren geduldiger und könnten entsprechend einen Stimulus mit längerer Laufzeit besser einschätzen, sagte er. Notenbank-Chef Mario Draghi hatte für die Ratssitzung im Oktober eine Weichenstellung zur Zukunft des Programms signalisiert. Aktuell erwerben die Währungshüter Monat für Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Mrd. Euro. Die auf 2,3 Billionen Euro angelegten Käufe sollen noch bis mindestens Ende des Jahres laufen. Experten gehen davon aus, dass die EZB im Oktober entscheidet die Käufe über das Jahresende hinaus zu verlängern - aber mit geringerem monatlichen Kaufvolumen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker