EZB-Chefvolkswirt: Kurzfristig keine erneute Zinssenkung

Frankfurt - EZB-Chefvolkswirt Peter Praet rechnet kurzfristig nicht mit einer weiteren Zinssenkung. Dazu wäre eine erhebliche Verschlechterung der Inflationsaussichten nötig, sagte Praet der spanischen Zeitung "Expansion" vom Freitag.

Er gehe aber nicht davon aus, dass diese Situation in naher Zukunft eintreten werde.

Die Einführung von Strafzinsen für Banken, wenn sie über Nacht Geld bei der Notenbank parken, habe bereits positive Auswirkungen auf die Kreditbedingungen.

Die EZB hat zur Ankurbelung der Konjunktur und als Anschubhilfe für die unerwünscht niedrige Inflation den Leitzins auf null Prozent und den Einlagezins für Banken auf minus 0,4 Prozent gesenkt.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder