EZB-Chefvolkswirt - Haben bei Zinsen noch Spielraum nach unten

Trotz der auf null gesenkten Zinsen hat die EZB nach Ansicht ihres Chefvolkswirts Peter Praet noch Spielraum für eine geldpolitische Lockerung. "Wie man bei anderen Notenbanken sieht, haben wir rein technisch noch nicht das untere Ende erreicht", sagte der Belgier am Freitag der italienischen Zeitung "La Repubblica". In einigen Staaten sind die Leitzinsen unter null - etwa in der Schweiz oder auch in Dänemark. Sollte sich Störfeuer von außen ergeben oder die Finanzierungsbedingungen in der Euro-Zone sich nicht wie erhofft verbessern, bleibe eine Zinssenkung eine Option.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Leitzins vorige Woche erstmals auf null Prozent gesetzt. Zudem weitete sie das Volumen ihrer Anleihekäufe auf 80 von bislang 60 Milliarden Euro monatlich aus und damit stärker als erwartet. EZB-Chef Mario Draghi kündigte zudem an, künftig im Rahmen des großangelegten Bondprogramms auch Firmenanleihen zu erwerben. Der Strafzins für Geschäftsbanken wurde zudem nochmals verschärft. Der sogenannte Einlagensatz wurde auf minus 0,4 Prozent von bislang minus 0,3 Prozent herabgesetzt. Damit wird es für die Institute noch teurer, wenn sie überschüssige Gelder über Nacht bei der Notenbank parken. Statt Geld zu horten, sollen sie verstärkt Kredite vergeben und damit der Konjunktur Auftrieb verleihen.

Brüssel (APA/dpa) - Die EU droht Nordkorea eine weitere Verschärfung von Sanktionen an. Wegen der atomaren Aufrüstung des Landes werde man in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern weitere Reaktionen in Erwägung ziehen, heißt es in einer am Donnerstagabend beim EU-Gipfel verabschiedeten Erklärung.
 

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EU droht Nordkorea neue Sanktionen an

Brüssel (APA) - Der EU-Gipfel in Brüssel hat ein "effektives und faires Steuersystem" für die Digitalwirtschaft verlangt. Die EU-Staats- und Regierungschefs forderten am Donnerstag die EU-Kommission auf, "angemessene" Vorschläge dafür bis Anfang 2018 vorzulegen.
 

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EU-Gipfel will Vorschlag für Digitalsteuer Anfang 2018

San Francisco/Mountain View (APA/dpa) - Der Fahrdienstvermittler Lyft hat sich frisches Geld bei Investoren besorgt. Die von CapitalG, einem Investmentfonds der Google-Mutter Alphabet, angeführte Finanzierungsrunde spült eine Milliarde Dollar (851,14 Mio. Euro) in die Kasse, teilte Lyft am Donnerstag mit. Insgesamt wurde die Firma von Geldgebern zuletzt nach eigenen Angaben mit 11 Mrd. Dollar bewertet.
 

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Uber-Rivale Lyft sammelt weitere Milliarde bei Investoren ein