EZB-Chefökonom - Ende der Geldflut erst bei mehr Inflation

Frankfurt (APA/Reuters) - EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat Rufe nach einem schnellen Ende der vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe zurückgewiesen. Die Euro-Notenbank werde die Transaktionen erst beenden, wenn sie noch stärker von einem Anziehen der Inflation überzeugt sei, sagte Praet am Montag in Brüssel. Dann sei eine Normalisierung der Geldpolitik möglich.

Aktuell würden die Kriterien dafür noch nicht alle erfüllt. "Daher brauchen wir weiterhin Geduld und Beharrlichkeit in der Steuerung unserer Geldpolitik."

Der niederländische Notenbankchef Klaas Knot hatte am Sonntag gefordert, die Anleihenkäufe so rasch wie möglich zu beenden. "Es gibt keinerlei Gründe, das Programm fortzusetzen." Bisher will die Europäische Zentralbank ihre auf 2,55 Billionen Euro angelegten Käufe, die die Konjunktur anheizen und für mehr Inflation sorgen sollen, noch bis mindestens Ende September fortsetzen. Ein konkretes Enddatum nannte sie bisher nicht. Dies hat unter anderem Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gefordert.

Laut Praet wäre eine anziehende Inflation auch eine Folge der seit Jahren extrem lockeren Geldpolitik. Daher sei es nicht ausreichend, wenn neue Konjunkturdaten Erwartungen bestätigten, dass sich allmählich ein Inflationsdruck aufbaue. Es könne dann nicht von einer nachhaltigen Veränderung gesprochen werden. Die EZB strebt mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent an, verfehlt dieses Ziel aber seit Jahren. Im Dezember waren die Verbraucherpreise zum Beispiel nur um 1,4 Prozent angezogen.

Die EZB hatte Donnerstag bei ihrer Zinssitzung noch keinen Hinweis gegeben, wie es mit den Käufen nach September weitergehen soll. Der erstarkte Euro lässt die Währungshüter zögern. Der Kurs war zuletzt zeitweise über die Marke von 1,25 Dollar geklettert, womit er seit Mitte Dezember rund sechs Prozent zulegte.

Karlsruhe (APA/Reuters) - Der Energiekonzern EnBW kämpft in seiner Ökostromsparte mit schwachen Windverhältnissen und Niedrigwasser. Daher schraubte das Unternehmen seine Erwartungen für diesen Bereich zurück. Das Ergebnis der erneuerbaren Energien werde im Gesamtjahr bestenfalls fünf Prozent über dem Vorjahr liegen, könne aber auch um bis zu zehn Prozent niedriger ausfallen, teilte der deutsche Versorger am Montag mit.
 

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Energiekonzern EnBW senkt Prognose für Ökostromgeschäft

Wien (APA) - Nach einem Rückgang im September sind die Neuzulassungszahlen von Autos auch im Oktober eingebrochen, allerdings nicht mehr ganz so stark. Es wurden 22.513 Pkw neu zum Verkehr zugelassen, um rund ein Fünftel weniger als im Oktober 2017, teilte die Statistik Austria am Montag mit.
 

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Pkw-Neuzulassungen auch im Oktober eingebrochen - Ein Fünftel weniger

Wien (APA) - In der Erste Stiftung, der Hauptaktionärin der börsenotierten Erste Group Bank, kommt es nach der Nominierung von Bernhard Spalt (50) als Nachfolger von Erste-Group-Chef Andreas Treichl (66) zu einer Änderung. Auf Spalt, der seine Funktion als Vorstandsvorsitzender zurücklegt, wird mit Jahreswechsel 2018/2019 Mario Catasta (62) folgen, teilte die Erste Stiftung am Montag mit.
 

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Erste Stiftung - Mario Catasta löst Bernhard Spalt als CEO ab