EZB berät über weiteren Weg in Richtung Zinswende

Frankfurt (APA/Reuters) - Die EZB tagt am Vormittag in Frankfurt über den Kurs zu einer weniger lockeren Geldpolitik. Sorgen bereitet den Notenbankern dabei, dass die jüngsten Stimmungsbarometer für die Wirtschaft im Euroraum nicht mehr ganz so positiv ausfielen. Überdies sorgt der Handelskonflikt mit den USA für Diskussionsstoff. Experten rechnen deshalb damit, dass die Währungshüter vorsichtig bleiben werden.

Mit größeren Beschlüssen, wie etwa zur Zukunft der vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe, wird nicht gerechnet.

Ihren Leitzins, der seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegt, wird die Europäische Zentralbank wohl nicht antasten. Die Entscheidung dazu wird um 13.45 Uhr veröffentlicht. EZB-Präsident Mario Draghi tritt dann ab 14.30 Uhr vor die Presse.

Börsianer hoffen auf Signale, wann die mittlerweile auf 2,55 Billionen Euro angelegten und noch bis mindestens Ende September laufenden Anleihenkäufe gestoppt werden. Viele Experten erwarten, dass dies Ende des Jahres der Fall sein wird. Weichenstellungen dazu könnte es am 14. Juni in Riga geben. Dann liegen dem EZB-Rat auch neue Konjunktur- und Inflationsprognosen der hauseigenen Ökonomen vor. Mit der Zinswende rechnen die meisten Experten aber frühestens im zweiten Quartal 2019.

Wirtschaft

Audi-Chef Stadler festgenommen

Wien (APA) - Harte Fronten zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite hat am Sonntagabend auch die ORF-Diskussion "Im Zentrum" zum Thema Arbeitszeit sichtbar gemacht. Arbeiterkammer und Gewerkschaft warnten vor einer Gefährdung von Freizeit, Familie und Gesundheit. Wirtschaftskammer und Industrie wiegelten ab, gestanden aber den Entfall von Zuschlägen bei den Regierungsplänen ein.
 

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Arbeitszeit - WK und IV bestätigen Wegfall von Gleitzeit-Zuschlägen

Wien/Aurora/Peking (APA) - Magna, kanadischer Autozulieferer mit Standort in Österreich, baut künftig Autos in China und entwickelt dort Elektroautos. Bisher hat Magna nur in Graz ganze Fahrzeuge gebaut. Dazu seien zwei Joint Ventures mit der Beijing Electric Vehicle Co geplant, teilte Magna am Montag mit. Der Produktionsstandort soll eine Kapazität von bis zu 180.000 Fahrzeugen pro Jahr haben.
 

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Magna will künftig in China bis zu 180.000 Autos bauen