EZB berät über weiteren Weg in Richtung Zinswende

Frankfurt (APA/Reuters) - Die EZB tagt am Vormittag in Frankfurt über den Kurs zu einer weniger lockeren Geldpolitik. Sorgen bereitet den Notenbankern dabei, dass die jüngsten Stimmungsbarometer für die Wirtschaft im Euroraum nicht mehr ganz so positiv ausfielen. Überdies sorgt der Handelskonflikt mit den USA für Diskussionsstoff. Experten rechnen deshalb damit, dass die Währungshüter vorsichtig bleiben werden.

Mit größeren Beschlüssen, wie etwa zur Zukunft der vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihenkäufe, wird nicht gerechnet.

Ihren Leitzins, der seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent liegt, wird die Europäische Zentralbank wohl nicht antasten. Die Entscheidung dazu wird um 13.45 Uhr veröffentlicht. EZB-Präsident Mario Draghi tritt dann ab 14.30 Uhr vor die Presse.

Börsianer hoffen auf Signale, wann die mittlerweile auf 2,55 Billionen Euro angelegten und noch bis mindestens Ende September laufenden Anleihenkäufe gestoppt werden. Viele Experten erwarten, dass dies Ende des Jahres der Fall sein wird. Weichenstellungen dazu könnte es am 14. Juni in Riga geben. Dann liegen dem EZB-Rat auch neue Konjunktur- und Inflationsprognosen der hauseigenen Ökonomen vor. Mit der Zinswende rechnen die meisten Experten aber frühestens im zweiten Quartal 2019.

Memphis (Tennessee) (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump hat nach der Kritik an dem von ihm benannten Führungspersonal der Notenbank Widerspruch aus den Reihen der Währungshüter geerntet. Trump hatte die Zentralbank Fed für verrückt erklärt und die von ihm getroffene Personalauswahl als "nicht so glücklich" bezeichnet.
 

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Trumps scharfe Kritik an Währungshütern löst Widerspruch bei Fed aus

Stuttgart (APA/dpa) - Der deutsche Autobauer Porsche braucht mehr Personal für den Bau seiner Elektroautos. Für die Serienfertigung des Mission E Cross Turismo will der Sportwagenhersteller noch einmal 300 Stellen am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen schaffen, wie Porsche-Chef Oliver Blume am Donnerstag in Nürtingen beim Branchengipfel der Hochschule für Automobilwirtschaft ankündigte.
 

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Porsche stellt noch mehr Mitarbeiter für E-Auto-Produktion ein

Riad (APA/dpa) - Zu seiner großen Investmentkonferenz in Riad wollte Saudi-Arabien kommende Woche die Größen der Finanzwelt und Eliten der internationalen Wirtschaft in die Ölmonarchie locken. Doch das Verschwinden und die mutmaßliche Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat einen dunklen Schatten auf die aufwendig inszenierte Veranstaltung geworfen.
 

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"Future Investment Initiative" - Riads Plattform für Geldgeber