EZB-Bankenaufsicht bringt Regeln für Fintech-Zulassung auf den Weg

Frankfurt (APA/dpa) - Europas Bankenaufseher wollen den schnell wachsenden Markt junger Finanzfirmen genauer überwachen. Es müsse sichergestellt werden, dass Fintechs, die Bankdienstleistungen anbieten, ordnungsgemäß zugelassen sind und Risiken angemessen abschätzten, erklärte die EZB-Bankenaufsicht am Donnerstag in Frankfurt. Fintech-Banken müssten den gleichen Standards genügen wie herkömmliche Banken.

Die Europäische Zentralbank beaufsichtigt seit November 2014 die größten Bankengruppen im Euroraum direkt ("Single Supervisory Mechanism", SSM). Damit ist die EZB auch die maßgebliche Behörde, die über die Gewährung oder den Entzug einer Banklizenz im Währungsgebiet der 19 Staaten entscheidet. Bis kurz vor Weihnachten dieses Jahres wollen die Aufseher ihren Leitfaden für die Zulassung von Fintechs abschließend ausarbeiten.

Mit neuen Geschäftsmodellen und digitalen Angeboten fordern junge Unternehmen traditionelle Banken heraus. In vielen Staaten haben solche Start-ups dabei mehr Freiraum als streng regulierte Finanzinstitute. Darum gibt es in der Finanzbranche seit langem Forderungen, Fintechs genauer auf die Finger zu schauen. Die EZB-Aufseher haben nach eigenen Angaben seit Juli 2016 bis heute sechs Fintechs eine Banklizenz erteilt.

Bankseitig liegen den Aufsehern aktuell mehr als 20 Anträge auf eine Banklizenz im Euroraum vor - wie viele davon mit dem britischen EU-Austritt (Brexit) zusammenhängen, verrieten die Aufseher auf Nachfrage nicht.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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