EZB-Bankenaufsicht arbeitet an Kompromiss für faule Kredite - Insider

Sintra/Frankfurt (APA/Reuters) - Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) streben Insidern zufolge im Ringen um neue Regeln für Geldhäuser zum Abbau von Problemkrediten eine Kompromisslösung an. Auf diese Weise könnten sowohl die Aufseher ihr Gesicht wahren als auch schwächere Länder die Vorgaben akzeptieren, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Vorschlag könnte unter anderem den Banken einige Jahre Zeit für die Vorsorge geben und Ausnahmen einführen für Länder, in denen der Gesetzesrahmen nur einen langsamen Zugriff auf gestellte Sicherheiten ermögliche. Eine Entscheidung werde wohl im Sommer gefällt.

Ende 2017 schleppten allein die großen Geldhäuser in der Eurozone noch faule Kredite im Umfang von 721 Milliarden Euro mit sich herum. Sie sind eine Hinterlassenschaft der jahrelangen Wirtschaftsflaute nach der Finanzkrise. Vor allem in Ländern wie Griechenland, Portugal und Italien ist das ein Problem, das den dortigen Banken zu schaffen macht.

Ursprünglich hatten die Aufseher Vorgaben für den Abbau der Altlasten bis Ende des ersten Quartals in Aussicht gestellt. Doch aus besonders betroffenen Staaten wie Italien kam starke Kritik. Dort wird unter anderem befürchtet, dass mit zu harten Vorgaben möglicherweise das Wachstum gedämpft wird. Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Banken im Währungsraum zuständig.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte