EZB plant weitere Banken-Stresstests

Frankfurt - Großbanken in der Eurozone müssen sich auf weitere Gesundheitschecks durch die Europäische Zentralbank (EZB) einstellen. "Stresstests werden sicher auch in der Zukunft ein Teil der Aufsichtsarbeit sein", sagte EZB-Bankenaufseher Jukka Vesala am Montag auf einer Konferenz in Frankfurt.

Die EZB hat die Institute erst im vergangenen Jahr einem ausführlichen Test unterzogen, der aus einem Bilanzcheck (AQR) und einem Stresstest bestand. Ein weiterer AQR, bei dem die Bilanzen und Wertansätze der Banken unter die Lupe genommen wurden, sei für die meisten Geldhäuser nicht nötig, betonte Vesala. "Ich würde meinen, dass der erste Test ausreichend ist."

Die EZB hat vor einem halben Jahr die Aufsicht über die wichtigsten Banken in Europa übernommen und ist heute direkt für die Kontrolle von 123 Instituten zuständig. In diesem Jahr werde die EZB unter anderem einen Blick auf den öffentlich-rechtlichen und genossenschaftlichen Bankensektor in Deutschland werfen, sagte Vesala und bestätigte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters von Mitte März. "In Ländern wie Deutschland sind Verbünde von kleinen Banken von großer Bedeutung", sagte Vesala.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

Newsticker

Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

Newsticker

USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

Newsticker

BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen