EZB will Banken mehr Spielraum bei Dividendenzahlungen geben

Die Europäische Zentralbank (EZB) möchte Geldhäusern mehr Spielraum geben, um auch in schwierigen Zeiten Dividenden, Anleihezinsen und Boni zahlen zu können. Die EZB setze sich für die Änderung einer EU-Richtlinie ein, die solchen Zahlungen enge Grenzen setze, sagte EZB-Generaldirektor Korbinian Ibel am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Diese Regel untersagt Banken de facto solche Zahlungen, wenn ein Institut einen Verlust schreibt und die Vorgaben der Aufsicht zum Jahresende dadurch auch nur knapp unterschreitet.

"Dieser Automatismus kann Banken in eine sehr unangenehme Lage versetzen", sagte der ehemalige Commerzbank -Manager Ibel. Das gelte besonders für Banken, die in den letzten Monaten eines Jahres einen hohen Verlust erlitten und ihren Kapitalpuffer nicht mehr rechtzeitig bis Ende Dezember durch eine Kapitalerhöhung stärken könnten.

Am Markt gab es zuletzt große Sorgen, dass kriselnde Banken wegen der Vorgaben der Regulierer neuartige Bonds (AT1) nicht bedienen können. Die Deutschen Bank, die 2015 einen Rekordverlust von fast 7 Mrd. Euro verbuchte, versicherte daraufhin vergangene Woche, sie habe genug Geld, um Zinsen auf ihre AT1-Anleihen zu zahlen. Derartige Anleihen sind zunächst Fremdkapital, werden aber automatisch in Eigenkapital umgewandelt, wenn der Kapitalpuffer der Bank unter eine bestimmte Schwelle sinkt. Dann erhalten die Investoren entweder Aktien, oder die Papiere werden vorübergehend abgeschrieben, womit die Käufer der Zwangswandelanleihen die Verluste tragen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte