EZB-Aufsicht fordert von Banken mehr Vorsorge für faule Kredite

Frankfurt (APA/Reuters) - Geldhäuser in der Eurozone sollen mehr Vorsorge für faule Kredite leisten. Künftig sollen Banken alle Darlehen, die neu als ausfallgefährdet eingestuft werden, mit Rückstellungen stärker als bisher abfedern, wie die EZB-Aufsicht heute, Donnerstag, in Frankfurt mitteilte.

Bei unbesicherten Problemkrediten soll nach zwei Jahren eine 100-prozentige Abdeckung erreicht werden. Bei neuen faulen Krediten, bei denen aber Sicherheiten wie etwa Immobilien oder Wertpapiere hinterlegt sind, soll das spätestens nach sieben Jahren der Fall sein. Stichtag sei der 1. April 2018.

Mit ihren Leitlinien wollen die Aufseher verhindern, dass Banken wie nach der Finanzkrise von 2008 erneut einen Berg fauler Kredite auftürmen. Ab 2021 sollen die Institute die Aufsicht über sämtliche Fälle unterrichten, in denen ihre Vorgehensweise von den Erwartungen abweicht.

Für den Altbestand an Wackel-Krediten gelten die Leitlinien nicht. Hier sehen viele Experten jedoch das größte Problem. Ende des dritten Quartals 2017 schleppten allein die großen Geldhäuser in der Eurozone noch faule Kredite im Umfang von 759 Milliarden Euro mit sich herum.

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der irische Billigflieger Ryanair hat die Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das in Deutschland stationierte Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
 

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Ryanair erkennt Verdi als Verhandlungspartner für Kabine an

München (APA/Reuters) - Die deutsche Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 will mit der Übernahme des Vergleichsportals Finanzcheck.de künftig mehr an Gebrauchtwagen-Krediten verdienen. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für den defizitären Ratenkredit-Vermittler 285 Millionen Euro.
 

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Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

Washington/Berlin (APA/Reuters) - IWF-Chefin Christine Lagarde hat US-Präsident Donald Trump vor einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. "Die Spannungen in der Handelspolitik haben bereits ihre Spuren hinterlassen, das Ausmaß der Schäden aber hängt davon ab, was die Politik als Nächstes tut", schrieb Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichen Blog im Vorfeld des G-20-Finanzministertreffens am Wochenende in Buenos Aires.
 

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IWF-Chefin Lagarde - Handelsstreit dürfte USA am härtesten treffen