EZB-Aufseher prüfen strengere Boni-Regeln für Banken

Die EZB-Bankenaufsicht denkt über schärfere Regeln für Bonuszahlungen nach. "Für manche Geschäftsbereiche könnte eine längere Streckung geprüft werden", sagte EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Man könnte über eine Mindestfrist von fünf Jahren nachdenken." Bisher werde die Auszahlung der Prämien für Bankmitarbeiter auf drei bis fünf Jahre gestreckt.

In Folge der Finanzkrise haben Regulierer weltweit die Zügel bei Banker-Boni angezogen, um neue Exzesse zu vermeiden. Die in der Branche teilweise exorbitant hohen Prämien gelten aus heutiger Sicht als Auslöser riskanter Geschäfte, die zahlreiche Banken in eine lebensbedrohliche Krise gestürzt hatten.

Lautenschläger warnte auch davor, dass die derzeit niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten für Banken gefährlich werden könnten. "Mit einer kurzen Niedrigzinsphase werden die Banken zurechtkommen", sagte sie. "Wenn dies aber länger dauert, stellt sich für einige Institute die Frage nach der Tragfähigkeit ihres Geschäftsmodells und wie gut sie mit einem Einbruch ihres Zinseinkommens auskommen." In diesem Jahr wolle sich die Aufsichtsbehörde unter anderem die Berechnungen und das Management des Eigenkapitals der Banken anschauen. Zudem sollen Geschäftsmodelle geprüft werden.

Wien (APA) - Der frühere Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, wird per 1. Juni einer von vier Geschäftsführern der Breitspur Planungsgesellschaft mbH. Einen entsprechenden Online-Bericht der "Presse" bestätigte das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Infrastrukturministerium auf APA-Anfrage. Schierhuber ist schlagender Burschenschafter beim Akademischen Corps Saxonia zu Wien.
 

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Ex-RFS-Chef Schierhuber wird Breitspurbahnplanungs-Geschäftsführer

Auburn Hills (Michigan) (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler hat in den USA rund 4,8 Millionen Autos wegen Softwareproblemen zurückgerufen. Konkret gehe es um mögliche Fehlfunktionen im Zusammenhang mit den Geschwindigkeitsreglern, die behoben werden müssten, teilte das Unternehmen am Freitag in Auburn Hills mit. Betroffen seien unter anderem Fahrzeuge der Marken Chrysler Sedan, Cherokee und Ram Pickups.
 

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Softwareprobleme: Fiat Chrysler ruft in den USA 4,8 Mio. Autos zurück

Brüssel (APA/dpa) - In Europa gelten seit Freitag einheitliche Datenschutzregeln. Nach zweijähriger Übergangsfrist ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun in allen 28 EU-Staaten in Kraft getreten. Sie setze "einen weltweiten Datenschutz-Standard, und darauf können wir alle stolz sein", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourová am Freitag in Brüssel. "Sie bringt konkreten Nutzen für Bürger ebenso wie für Unternehmen."
 

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DSGVO verbessert Datenschutz - Erste Beschwerden gegen US-Konzerne