EZB-Aufseher prüfen strengere Boni-Regeln für Banken

Die EZB-Bankenaufsicht denkt über schärfere Regeln für Bonuszahlungen nach. "Für manche Geschäftsbereiche könnte eine längere Streckung geprüft werden", sagte EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Man könnte über eine Mindestfrist von fünf Jahren nachdenken." Bisher werde die Auszahlung der Prämien für Bankmitarbeiter auf drei bis fünf Jahre gestreckt.

In Folge der Finanzkrise haben Regulierer weltweit die Zügel bei Banker-Boni angezogen, um neue Exzesse zu vermeiden. Die in der Branche teilweise exorbitant hohen Prämien gelten aus heutiger Sicht als Auslöser riskanter Geschäfte, die zahlreiche Banken in eine lebensbedrohliche Krise gestürzt hatten.

Lautenschläger warnte auch davor, dass die derzeit niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten für Banken gefährlich werden könnten. "Mit einer kurzen Niedrigzinsphase werden die Banken zurechtkommen", sagte sie. "Wenn dies aber länger dauert, stellt sich für einige Institute die Frage nach der Tragfähigkeit ihres Geschäftsmodells und wie gut sie mit einem Einbruch ihres Zinseinkommens auskommen." In diesem Jahr wolle sich die Aufsichtsbehörde unter anderem die Berechnungen und das Management des Eigenkapitals der Banken anschauen. Zudem sollen Geschäftsmodelle geprüft werden.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs