EZB-Aufseher prüfen strengere Boni-Regeln für Banken

Die EZB-Bankenaufsicht denkt über schärfere Regeln für Bonuszahlungen nach. "Für manche Geschäftsbereiche könnte eine längere Streckung geprüft werden", sagte EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Man könnte über eine Mindestfrist von fünf Jahren nachdenken." Bisher werde die Auszahlung der Prämien für Bankmitarbeiter auf drei bis fünf Jahre gestreckt.

In Folge der Finanzkrise haben Regulierer weltweit die Zügel bei Banker-Boni angezogen, um neue Exzesse zu vermeiden. Die in der Branche teilweise exorbitant hohen Prämien gelten aus heutiger Sicht als Auslöser riskanter Geschäfte, die zahlreiche Banken in eine lebensbedrohliche Krise gestürzt hatten.

Lautenschläger warnte auch davor, dass die derzeit niedrigen Zinsen an den Kapitalmärkten für Banken gefährlich werden könnten. "Mit einer kurzen Niedrigzinsphase werden die Banken zurechtkommen", sagte sie. "Wenn dies aber länger dauert, stellt sich für einige Institute die Frage nach der Tragfähigkeit ihres Geschäftsmodells und wie gut sie mit einem Einbruch ihres Zinseinkommens auskommen." In diesem Jahr wolle sich die Aufsichtsbehörde unter anderem die Berechnungen und das Management des Eigenkapitals der Banken anschauen. Zudem sollen Geschäftsmodelle geprüft werden.

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Bonität

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte