EZB beschleunigte Anleihenkäufe wieder etwas

Die EZB hat bei ihrem Mammut-Anleihenprogramm die Bondskäufe wieder leicht beschleunigt. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die nationalen Notenbanken erwarben seit dem Beginn der Käufe am 9. März inzwischen öffentliche Schuldtitel für insgesamt 216,35 Mrd. Euro, wie die Euro-Wächter am Montag in Frankfurt mitteilten.

Die Währungshüter nahmen in der Woche bis zum 10. Juli für etwa 11,7 Mrd. Euro zusätzliche Papiere in ihre Bücher. In der Woche davor waren es noch 10,8 Mrd. Euro gewesen.

Die Währungshüter wollen bis September 2016 Wertpapiere im Volumen von 1,14 Bill. Euro erwerben. Im Schnitt sollen pro Monat Titel im Volumen von etwa 60 Mrd. Euro gekauft werden. Neben Staatsanleihen zählen dazu auch Pfandbriefe ("Covered Bonds") und Hypothekenpapiere ("ABS"). Die EZB wollte die Käufe vor der Ferienzeit etwas forcieren, im laufenden Monat und auch im August sollen die Käufe entsprechend leicht verlangsamt werden. Griechische Staatsbonds werden aktuell nicht erworben, denn sie erfüllen die Kriterien nicht.

Die EZB will mit der Geldflut Banken zur stärkeren Vergabe von Krediten an die Wirtschaft anregen. Denn werden durch die Käufe Engagements in Anleihen weniger rentabel, soll stattdessen mehr in Darlehen investiert werden, so der Grundgedanke. Das würde die Konjunktur beflügeln und die Inflation antreiben, die im Juni bei lediglich 0,2 Prozent lag. EZB-Ziel ist eine Teuerung von knapp zwei Prozent. Diese Rate sieht die EZB als günstig für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung an.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker