EZB erweitert Anleihen-Programm um Bonds von Infrastruktur-Firmen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in ihr großes Anleihen-Kaufprogramm Bonds großer europäischer Energie- und Infrastruktur-Unternehmen aufgenommen. Unter anderem sind nun Anleihen des italienischen Versorgers Enel und des italienischen Stromnetzbetreibers Terna Teil des Programms, wie die EZB am Donnerstag auf ihrer Webseite mitteilte.

Auch Bonds der österreichischen ÖBB-Infrastruktur AG, die unter anderem das gesamte Schienennetz der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) betreibt, können nun aufgekauft werden, ebenso Titel des slowenischen Autobahnbetreibers Dars. Die Kriterien für die Auswahl wurden nicht öffentlich gemacht.

Die Liste könne aufgrund geldpolitischer Erwägungen erneut verändert werden, teilten die Währungshüter mit. Insgesamt sind nun Bonds von 13 weiteren staatlichen oder halbstaatlichen Gesellschaften Teil des auf 1,14 Billionen Euro angelegten Kaufprogramms. Die Währungshüter wollen damit die Kreditvergabe im Euroraum ankurbeln und der Konjunktur auf die Sprünge helfen. Die Idee: Banken sollen weniger in diese Titel investieren und stattdessen mehr Kredite an die Wirtschaft vergeben. Die Inflation soll auf diese Weise wieder in Richtung der knapp zwei Prozent Teuerung gehievt werden, die die EZB als förderlich für die Wirtschaftsentwicklung ansieht. Im Juni waren die Preise im Währungsraum nur um 0,2 Prozent gestiegen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker