EZB forcierte bei Anleihekäufen vorige Woche das Tempo

Frankfurt - Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt bei ihren Anleihenkäufen wieder etwas mehr Gas. In der Woche bis zum 4. März nahmen die Euro-Wächter Staatstitel im Volumen von 13,24 Mrd. Euro in ihre Bücher, wie die EZB am Montag in Frankfurt mitteilte. In der Woche zuvor waren es 12,15 Mrd. Euro gewesen.

Die EZB und die nationalen Notenbanken starteten im März 2015 mit den Käufen. Inzwischen wurden Staatspapiere im Umfang von 608 Mrd. Euro erworben.

Die EZB versucht mit dem einschließlich Pfandbriefe und Hypothekenpapiere auf 1,5 Bill. Euro angelegten Programm die Konjunktur zu stützen und die nach ihrem Geschmack viel zu niedrige Inflation anzuheizen. Sie strebt als idealen Wert für die Wirtschaftsentwicklung knapp zwei Prozent Preisanstieg an. Das Ziel liegt momentan aber in weiter Ferne. Im Februar sanken die Preise sogar um 0,2 Prozent.

Geldmarkthändler erwarten deshalb, dass die EZB auf ihrer Ratssitzung am Donnerstag unter anderen eine Ausweitung der monatlichen Käufe beschließen wird. Nach einer am Montag veröffentlichten Reuters-Umfrage unter 19 Händlern werden die Chancen dafür inzwischen auf 68 Prozent taxiert.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma