EZB - Finanzintegration im Währungsraum macht Fortschritte

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Bedingungen an den Finanzmärkten im Währungsraum haben sich laut Europäischer Zentralbank (EZB) im vergangenen Jahr angenähert. Dazu habe der sich festigende und alle Staaten erfassende Konjunkturaufschwung beigetragen, teilte die EZB in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht zur Finanzintegration mit. Es bestehe aber noch Verbesserungsbedarf.

Nach wie vor gingen Banken nur in geringem Umfang länderübergreifende Geschäfte ein. Auch beim Aktien- und Anleihe-Besitz über Grenzen hinweg habe es 2017 kaum Fortschritte gegeben.

Zwar seien die Finanzierungskosten für Unternehmen und Haushalte inzwischen durchwegs niedriger als noch vor einigen Jahren. Finanzielle Risiken würden aber nach wie vor nur im geringen Umfang über Grenzen hinweg geteilt, heißt es in dem Bericht. Es sei eine große Verschwendung, dass zwar eine gemeinsame Währung geschaffen worden sei, zugleich aber weiter auf die Vorteile einer Bankenunion verzichtet werde, sagte EZB-Vizechef Vitor Constancio.

Mehr Integration in der Finanzwirtschaft kann aus Sicht der Notenbank beispielsweise durch Einführung einer gemeinsamen europäischen Einlagensicherung für Sparer erreicht werden. Dies ist aber in Deutschland und anderen Ländern stark umstritten. Dort wird befürchtet, dass heimische Geldhäuser in Haftung genommen werden, sollten Institute in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten. Als weiteren Schritt nennt die EZB eine glaubwürdige gemeinsame Letztabsicherung für den Bankenabwicklungsfonds SRF. Dieser soll bei Bankenpleiten zum Einsatz kommen.

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung:
 

Newsticker

Nachträgliche Mitteilung

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte